POLITIK
18/08/2015 18:18 CEST | Aktualisiert 19/08/2015 03:41 CEST

Schweiger rastet bei "Maischberger" aus: "Sie gehen mir auf den Sack"

getty

Til Schweiger musste sich in den vergangenen Tagen vieles anhören. So klar wie der Schauspieler positionieren sich gerade wenige Prominente in Deutschland gegen Ausländerhass. Wie nun auch in der Sendung "Menschen bei Maischberger" zu sehen - dort ging er CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer an.

Der Grund: Schweiger hatte vorgeschlagen, den Solidaritätszuschlag für die Finanzierung von Flüchtlingsheimen zu verwenden. Als der CSU-Politiker diesen Vorschlag als „albern“ bezeichnete, beschimpfte Schweiger ihn mit den Worten: „Sie gehen mir auf den Sack, echt!“

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Schweiger forderte mehr Härte des Staats gegenüber Fremdenhass. „Wo ist der Politiker, der sagt: „Jetzt ist Schluss, bis hier hin und nicht weiter?“, fragte der Schauspieler. „Zu Fremdenhass und zum Mord aufzurufen, ja zu Brandanschlägen, das ist verfassungsfeindlich. Wo ist das Mitglied in unserer Regierung, das sich hinstellt und sagt: ,Dafür werdet ihr bestraft’?“

Der Schauspieler wandte sich an den CSU-Politiker: „Ich werde Sie beobachten, Herr Generalsekretär, ob Sie demnächst mal irgendwie sich mit Vehemenz gegen diesen Mob stellen.“ Schweiger sprach auch die rechtsradikalen Sprüche und Ausschreitungen von Demonstranten gegen Flüchtlinge im sächsischen Freital an: „Da sollte man zwei Hundertschaften Polizei hin schicken, die einkassieren und sagen:

„Heute Nacht, da bleibt ihr mal im Knast, denkt mal ein bisschen drüber nach, was ihr hier macht. Und morgen kommt ihr nicht mehr hier her.“

Er könne nicht verstehen, dass das nicht möglich sei. "Da kommt man immer mit Versammlungsrecht in Deutschland. Da muss man, finde ich, die Verfassung irgendwie ein bisschen ändern. Die Verfassung kann doch nicht die Leute schützen, die nichts anderes vorhaben, als die Verfassung abzuschaffen.“

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Am Ende seines Auftritts entschuldigte sich der Schauspieler aber bei Scheuer für seinen Ausraster: „Mein kleiner Ausraster tut mir leid. Für das ,Sie gehen wir auf den Sack' möchte ich mich entschuldigen.“

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