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18/08/2015 10:08 CEST | Aktualisiert 18/08/2015 15:36 CEST

Diese App verrät jedes schmutzige Geheimnis deines Supermarkt-Einkaufs

Die Nachhaltigkeitsampel sorgt für Durchblick im Online-Shopping-Dschungel
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Die Nachhaltigkeitsampel sorgt für Durchblick im Online-Shopping-Dschungel

Nachhaltiges Einkaufen im Internet kann eine komplexe Sache sein. Gibt es doch mittlerweile mehr als 400 Gütesiegel für Bio- und Fairtrade-Produkte, bei denen der Verbraucher schnell einmal den Überblick verlieren kann.

Abhilfe schaffen will das Berliner Startup Wegreen: Das Unternehmen bietet eine Nachhaltigkeitsampel als kostenloses Add-on - also als eine Art Browser-Erweiterung - an. Auf seiner Website erklärt das Startup seine Philosophie folgendermaßen:

Mit unserer Nachhaltigkeitsampel möchten wir Ihnen zeigen, wie nachhaltig ein Produkt und dessen Hersteller tatsächlich ist. Wir bewerten Produkte und Hersteller nicht selbst, sondern überprüfen die Glaubwürdigkeit der vorhandenen Institutionen. Die Nachhaltigkeitsampel nimmt dem Verbraucher damit die schwierige Informationsbeschaffung und Bewertung ab.

Nach eigenen Angaben können mit diesem System mehr als 100 Millionen Produkte bewertet werden, darunter auch Angebote von Internet-Riesen wie Amazon. Das Bewertungssystem setzt sich laut Wegreen jeweils zur Hälfte aus Produktinformationen und herstellerbezogenen Informationen zusammen.

Innerhalb weniger Sekunden wird eine Nachhaltigkeitsampel mit den Farben Grün, Gelb und Rot geliefert. „Wir wollen nachhaltigen Konsum massentauglich machen“, erklärte Maurice Stanszus, Gründer und Geschäftsführer von Wegreen im Gespräch mit der "taz".

Um die Produktzahl zu erhöhen, hat sein Startup mit mehreren Universitäten einen Algorithmus entwickelt. So werden Produktanfragen automatisch mit einer Datenbank abgeglichen. Diese wurden zuvor mit den Bewertungen von verschiedenen Quellen gefüttert.

Kritik an der neuen Innovation des Startups kommt von der Verbraucherzentrale: Katharina Knoll, Expertin für nachhaltigen Konsum beim Verbraucherzentrale Bundesverband, sagte der "taz", dass sie die Ampel zwar "prinzipiell gut" finde, jedoch habe die Sache einen Haken: "Dass Wegreen sein Add-On auch bei Unternehmen wie Amazon ermöglicht und darüber Provision bezieht, ist letztendlich nicht glaubwürdig.“

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