LIFE
18/08/2015 07:42 CEST | Aktualisiert 01/02/2016 13:12 CET

Das ändert sich nach einer Schwangerschaft wirklich in deinem Leben

Das ändert sich wirklich in deinem Leben, wenn du Mutter wirst
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Das ändert sich wirklich in deinem Leben, wenn du Mutter wirst

Was ändert sich eigentlich, wenn eine Frau ein Kind bekommt? Das ist keine einfache Frage und es gibt viele Antworten. Eine besonders schöne Antwort haben wir hier gefunden:

„Wir sitzen gemütlich beim Mittagessen, als meine Tochter ganz beiläufig erwähnt, dass ihr Mann und sie darüber nachdenken „eine Familie zu gründen.“ „Wir machen eine Umfrage“, sagt sie halb witzelnd. „Findest du, ich sollte ein Baby haben?“

„Es wird dein Leben verändern“, sage ich vorsichtig und in neutralem Ton.

„Ich weiß“, sagt sie, „kein Ausschlafen mehr am Wochenende, keine spontanen Urlaubstrips mehr.“

Aber das habe ich ganz und gar nicht damit gemeint. Ich schaue meine Tochter an und überlege, was ich ihr sagen könnte. Ich will, dass sie weiß, was sie niemals in einem Geburtsvorbereitungskurs lernen wird.

Ich will ihr sagen, dass die physischen Wunden der Geburt verheilen werden, doch dass das Mutterwerden emotionale Wunden hinterlassen wird, die so empfindlich sind, dass sie für immer verletzlich sein wird.

Ich überlege, sie davor zu warnen, dass sie nie wieder eine Zeitung lesen wird, ohne sich zu fragen „Was, wenn das MEIN Kind gewesen wäre?“ Dass jeder Flugzeugabsturz, jeder Hausbrand sie verfolgen wird.

Dass wenn sie Bilder von hungernden Kindern sieht, sie sich fragen wird, ob es irgendetwas Schlimmeres gibt, als zuzusehen, wie dein eigenes Kind stirbt.

Ich schaue ihre perfekt manikürten Nägel und ihren schicken Anzug an und denke, dass egal wie weltklug und gebildet sie ist, sie das Mutterwerden auf ein primitives Level eines Bären, der sein Junges beschützt, reduziert. Dass sie bei einem panischen „Mama!“ ohne zu zögern einen Auflauf oder ihre besten Gläser fallen lässt.

Ich habe das Gefühl, sie warnen zu müssen, dass ganz gleich wie viele Jahre sie in ihre Karriere investiert hat, sie die Mutterschaft beruflich völlig entgleisen lässt. Sie wird sich vielleicht um Kinderbetreuung kümmern, aber eines Tages wird sie in ein wichtiges Meeting gehen und an den süßen Duft ihres Babys denken. Sie wird jeden Funken Selbstdisziplin benötigen, um nicht nach Hause zu rennen, nur um sicherzustellen, dass es ihrem Baby gut geht.

Ich will, dass meine Tochter weiß, dass alltägliche Entscheidungen keine Routine mehr sein werden. Dass ein fünfjähriger Junge, der bei McDonalds lieber auf die Herrentoilette als auf die Frauentoilette gehen will, zum großen Dilemma wird. Dass genau da, inmitten der klirrenden Tabletts und schreienden Kindern, Forderungen nach Unabhängigkeit und Geschlechteridentität gegen die Möglichkeit, dass ein Kinderschänder in dieser Toilette lauert, abgewogen werden.

Egal wie entscheidungsfreudig sie auch im Büro ist, ihre Entscheidungen als Mutter wird sie ständig hinterfragen.

Wenn ich meine attraktive Tochter so anschaue, dann will ich ihr versichern, dass sie die Kilos der Schwangerschaft eines Tages verlieren, sich dennoch nie wieder wie früher fühlen wird.

Dass ihr Leben, das jetzt so wichtig ist, viel unwichtiger für sie wird, wenn sie erst ein Kind hat. Dass sie sich sofort selbst aufgeben würde, um ihr Kind zu retten, doch gleichzeitig auf mehr Jahre hoffen wird. Nicht, um ihre eigenen Träume zu verwirklichen, sondern um zu sehen, wie ihre Kinder die ihren verwirklichen.

Ich will, dass sie weiß, dass die Narbe eines Kaiserschnitts oder glänzende Dehnungsstreifen zu Ehrenabzeichen werden.

Die Beziehung meiner Tochter und ihres Mannes wird sich verändern, aber nicht auf die Weise, wie sie es vermutet.

Ich wünschte, sie könnte verstehen, wie viel mehr du einen Mann lieben kannst, der vorsichtig und sorgfältig einen Baby-Po pudert oder keine Sekunde zögert, mit seinem Kind zu spielen.

Sie soll wissen, dass sie sich erneut in ihn verlieben wird, aus Gründen, die ihr jetzt ziemlich unromantisch erscheinen.

Ich wünschte, sie könnte erahnen, wie verbunden sie sich zu Frauen unserer Geschichte fühlen wird, die versucht haben Kriege, Vorurteile und Trunkenheit am Steuer zu bekämpfen.

Ich möchte ihr das berauschende Glücksgefühl beschreiben, wenn ihr Kind das Fahrradfahren lernt.

Ich will das herzliche Lachen eines Babys für sie einfangen, wenn es das weiche Fell eines Hundes oder einer Katze zum ersten Mal berührt.

Ich will, dass sie das Glück kosten kann, das so echt ist, dass es fast weh tut.

Der irritierte Blick meiner Tochter macht mir bewusst, dass ich Tränen in den Augen habe. „Du wirst es nie bereuen“, sage ich ihr. Dann lehne ich mich über den Tisch, drücke ihre Hand und bete ein stilles Gebet für sie, für mich und für all die normalsterblichen Frauen, die ihren Weg entlangstolpern, um dieser wunderschönen Berufung nachzukommen.

Bitte teilt das mit einer Mutter, die ihr kennt oder all euren Freundinnen, die eines Tages vielleicht Mütter sein werden. Mögt ihr immer in euren Armen die tragen, die ihr im Herzen tragt."

Via Hrtwarming.com

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