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18/08/2015 02:08 CEST | Aktualisiert 18/08/2015 02:09 CEST

Bisher gab es 22 Tote nach dem Bombenanschlag von Bangkok

AP
Der Ort nach dem Bombenanschlag in Bangkok

Traurige Nachrichten aus Bangkok: Die Zahl der Todesopfer bei der Explosion in einem belebten Einkaufsviertel in der thailändischen Hauptstadt ist auf 22 gestiegen. 123 Menschen wurden verletzt, als am Montagabend an einem Hindu-Schrein ein Sprengsatz detonierte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Unter den Opfern seien Ausländer. Darunter waren mindestens ein Chinese und ein Philippiner.

Die Identifizierung der Verletzten ist schwierig. "Bei vielen Verletzten konnten wir die Nationalität noch nicht feststellen", sagte der Arzt Phetphong Kamjornjitjakarn. "Sie sind nicht in der Lage zu sprechen und hatten keine Identifikationspapiere bei sich." Der jüngste Patient sei ein fünfjähriger Junge aus China, sagte der Staatssekretär des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, Narong Sahametapat. Mindestens 123 Menschen wurden teilweise schwer verletzt, unter anderem durch Verbrennungen.

Der Sprengsatz selbst wurde völlig zerstört. So seien keine Rückschlüsse auf die Hersteller zu ziehen, sagte Polizeichef Somyot Pounpanmuang. Der Tatort mit zahlreichen Restaurants, Hotels und Einkaufszentren war am Dienstag noch weiträumig abgesperrt.

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Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Im Visier hat das Militär einen Mann, der kurz vor der Detonation am Tatort mit einem verdächtigen Paket gesehen wurde. Das habe die Auswertung von Videos aus Überwachungskameras ergeben, sagte Armeechef Udomdej Sitabutr am Dienstag.

Bombenspezialisten schätzten nach Angaben thailändischer Medien, dass der Sprengsatz drei bis fünf Kilogramm Sprengstoff enthielt. Die Detonation sei mit einem Zeitzünder ausgelöst worden. Die Untersuchungen seien schwierig, weil der Sprengsatz selbst völlig zerstört wurde und so keine Rückschlüsse auf die Hersteller gezogen werden können, sagte Polizeichef Somyot Pounpanmuang.

Ein Autofahrer nahm den Moment der Explosion mit der automatischen Kamera auf seinem Armaturenbrett auf. Dabei war in etwa 100 Metern Entfernung ein riesiger Feuerstoß zu sehen und eine Rauchwolke, die mindestens fünf Stockwerke hoch reichte.

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วินาทีระเบิดที่แยกราชประสงค์ วันที่ 17 สิงหาคม 2015 ภาพจากกล้องในรถผมครับ

Posted by Pimornrat Nana Puttayot on Montag, 17. August 2015

Regierungschef Prayuth Chan-ocha rief eine Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts ein. Prayuth ist der frühere Armeechef, der im Mai 2014 putschte und seitdem Machthaber ist. Er verurteilte den Anschlag. "Wir wissen noch nicht, ob es Thailänder waren oder Ausländer." Das Gebiet rund um den Tatort wurde für den Straßenverkehr weiträumig abgesperrt. In der Umgebung sind zahlreiche Hotels sowie Restaurants und Einkaufszentren. Die Einrichtungen waren offen und auf Umwegen zu Fuß zu erreichen.

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