ENTERTAINMENT
16/08/2015 06:23 CEST | Aktualisiert 16/08/2016 07:12 CEST

Band-Legende und Saxophonist Max Greger ist tot

dpa
Bandleader Max Greger ist tot

Der beliebte Big-Band-Leader und Saxophonist Max Greger ist im Alter von 89 Jahren in München verstorben. Er starb am frühen Samstagmorgen an einer Krebserkrankung, wie seine Frau Johanna der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Noch im Juli absolvierte Greger seinen letzten Auftritt und wollte eigentlich im September erneut auf der Bühne stehen. Greger nahm bis zu seinem Tod mehr als 150 Schallplatten auf und produzierte rund 3000 Musikstücke.

Band mit Udo Jürgens

Gregers Karriere begann 14 Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Als 19-Jähriger spielte er im Ratskeller am Marienplatz für US-Offiziere. Drei Jahre später gründete er das "Max-Greger-Sextett". 1959 reiste er mit seiner Band, zu der auch Maria Hellwig und Udo Jürgens zählten, als erste westliche Gruppe fünf Wochen lang durch die Sowjetunion, gab 36 komplett ausverkaufte Konzerte - sein Durchbruch.

Greger trat mit Weltstars wie Louis Armstrong, Duke Ellington und Ella Fitzgerald auf; Lionel Hampton lud ihn ein, bei seiner Europa-Tournee als einziger Weißer in seiner Big Band mitzuspielen.

Greger, der Komponist der Melodie des "Aktuellen Sportstudios"

Mit seiner Musik prägte Greger auch das deutsche Fernsehen. 1963 stellte er für das ZDF ein Orchester zusammen und sorgte bei den großen TV-Shows 16 Jahre lang für den richtigen Ton. Besonders stolz war er auf die Melodie des "Aktuellen Sportstudios". "Meine berühmteste Nummer ist 23 Sekunden lang", sagte er einmal. "Das ist das längst und meist gespielte Thema auf der Welt."


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