LIFE
15/08/2015 13:34 CEST | Aktualisiert 15/08/2015 13:35 CEST

Soziales Experiment: Er schrieb Mädchen über Facebook an. Als sie die Wahrheit über ihn erfuhren, waren sie geschockt

Dieser Mann konnte dank Facebook drei Mädchen entführen
Coby Persin / YouTube
Dieser Mann konnte dank Facebook drei Mädchen entführen

Viele Eltern bringen ihren Kindern schon früh bei, wie sie sich im Umgang mit Fremden verhalten sollen. Dazu gehören Lektionen wie "steige nie zu jemandem ins Auto" oder "nimm keine Süßigkeiten von Fremden an".

Dass Vergewaltiger, Entführer und Pädophile mittlerweile andere Möglichkeiten nutzen, um die Kinder zu sich zu locken, ist vielen Eltern immer noch nicht bewusst.

Auf dem Spielplatz ansprechen und mitnehmen ist vielen zu riskant. Viel einfacher ist es, die Teenies übers Internet zu kontaktieren und zu einem Treffen zu überreden. Dafür reicht es schon, den unbedarften Kids einen Freundschaftsanfrage auf Facebook zu schicken - über ein Fake-Profil eines Jungen, der ungefähr das Alter der Zielperson hat.

Der YouTuber Coby Persin hat das jetzt in einem sozialen Experiment bewiesen. Ein Kind entführt hat er dabei natürlich nicht - es hätte ihn aber niemand aufhalten können.

Der 21-Jährige gab sich als 15-Jähriger aus, der gerade erst in die Stadt gezogen war. Er schrieb 12 bis 14 Jahre alte Mädchen unter dem Vorwand an, neue Freunde finden zu wollen. Nach einigen Tagen wollte er sich dann mit ihnen treffen.

Keines der Mädchen zögerte oder äußerte Bedenken. Die 14-jährige Jenna stieg sogar in einen Lieferwagen ein. Persin hatte ihr erzählt, sein Bruder würde sie abholen und zu ihm bringen.

Die Aktion war mit den Eltern der Mädchen abgesprochen. Die warteten am dem Ort, an dem sie ihre vermeintliche Facebook-Bekanntschaft treffen sollten und konfrontierten ihre Töchter mit der Falle, in die sie leicht hätten tappen können. Die völlig verstörten Jugendlichen begriffen erst gar nicht, in welche Gefahr sie sich gebracht hatten.

Persin will mit dem Experiment auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen. Es ist erschreckend, wie einfach sich Teenager zu Dummheiten verführen lassen. Das Video soll als Warnung gelten und an die Dinge erinnern, die Eltern ihren Kindern schon so früh beibringen:

Steige nie zu Fremden ins Auto. Nimm keine Süßigkeiten von Fremden. Vertraue niemandem im Netz.

Lesen Sie auch:

Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Per App in den Tod gelockt: Suche nach seinem Smartphone kostet Teenager das Leben

Hier geht es zurück zur Startseite