POLITIK
14/08/2015 12:59 CEST | Aktualisiert 14/08/2015 14:01 CEST

Kerry eröffnet Botschaft auf Kuba: 5 Dinge, mit denen ihr versteht, warum das von historischer Bedeutung ist

US-Außenminister John Kerry trifft auf Kuba ein
dpa
US-Außenminister John Kerry trifft auf Kuba ein

US-Außenminister John Kerry ist nach Kuba gereist, um dort wieder offiziell eine dipolmatische Vertretung zu eröffnen.

Hier sind 5 Dinge, die ihr wissen müsst, um zu verstehen, warum dieser Tag so eine historische Dimension hat.

1. Kerry ist der erste amerikanische Chefdiplomat, der seit 1945 nach Havanna gereist ist. 54 Jahre hat es gedauert, bis Kuba und die USA ihre Beziehungen wieder aufgenommen haben. Diese waren im Januar 1961 auf einem Höhepunkt des Kalten Krieges zwischen West und Ost abgebrochen worden.

2. Das Hissen der Fahne an der Botschaft ist ein Symbol der guten Nachbarschaft. Als Kerry nach Jahrzehnten die Fahne an der ersten US-Botschaft in Kuba in die Höhe zog, versprach er: Die USA werden sich fortan um eine gute Beziehung zu dem sozialistischen Land bemühen. "Das Ziel all dieser Veränderungen ist, den Kubanern zu helfen, sich mit der Welt zu verbinden und ihre Leben zu verbessern", sagte Kerry.

3. Kerrys Solidarität sorgte für Gänsehaut. In seiner Rede in Havanna am Freitag sagte der US-Außenminister auch einige Sätze in Spanisch und richtete sich damit direkt an die Kubaner. "Habt keine Angst", ermutigte er sie.

4. Die USA und Kuba planen von nun an einen regen Austausch."Wir werden sehr davon profitieren, wenn wir unseren Bürgern erlauben, sich besser kennenzulernen und sich öfters zu besuchen", versprach Kerry vor der blauen Meereskulisse in Havanna.

5. Beigelegt sind die Spannungen damit aber noch nicht. Die Eröffnung der US-Botschaft in Havanna und die der kubanischen in Washington vor drei Wochen sind ein deutliches Signal in Richtung Frieden zwischen den Nationen. Doch das ist nur ein erster Schritt, ein Herantasten. Spannungen gibt es immer noch zwischen Kuba und den USA. Kerry ermahnte Kuba, gegen Menschenrechtsverstöße vorzugehen. Washington werde die kubanische Regierung weiterhin dazu drängen, ihre Verpflichtungen aus internationalen Verträgen einzuhalten. Es sei klar, dass beide Staaten trotz der neuen Diplomatie nicht immer einer Meinung sein würden, sagte der Minister.

mit Material von dpa


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