ENTERTAINMENT
14/08/2015 05:32 CEST | Aktualisiert 14/08/2016 07:12 CEST

Neben Til Schweiger unterstützen viele andere deutsche Promis Flüchtlinge

Joerg Koch
Flüchtlinge: Deutsche Promis setzen sich für sie ein

Nicht nur Til Schweiger stellt sich Flüchtlingshassern entgegen. Neben ihm setzen sich auch Musikstars, Filmschauspieler und TV-Leute für Flüchtlinge ein. Mal tatkräftig, mal künstlerisch - und meistens sogar im feinsten Tonfall. Ein erster Schritt, aber dennoch ein mutiger: Verbal Position beziehen und Menschenfeinden und Rassisten contra geben. So haben es zuletzt etwa einige Musiker getan - die von Angriffen und Verbalattacken auf Flüchtlinge schockiert waren.

Farin Urlaub

"Wenn ich erleben muss, dass hierzulande hilfesuchenden Menschen der notdürftige Wohnraum angezündet wird... dann schäme ich mich dafür, Deutscher zu sein", stellte das Ärzte-Mitglied Farin Urlaub (51) in einem Gespräch mit dem Magazin "Frizz" klar. Prompt gab es Kritik an der Aussage - Urlaub wird es nicht sonderlich gestört haben.

Culcha Candela

Auch die Band Culcha Candela ergriff neulich deutlich Partei für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen.

Deichkind

Ihre Kollegen von Deichkind wiederum kamen in Jogginganzügen mit der Aufschrift "Refugees Welcome" zur Echo-Verleihung.

Udo Lindenberg

Alt-Star Udo Lindenberg hat sein Engagement sogar in Liedform gegossen: "Komm, wir werden Freunde, bist jetzt bei uns zu Hause, keiner schmeißt dich je wieder raus", singt der 69-Jährige in seinem Song "Komm, wir werden Freunde".

"Die Anstalt"

Als intelligente Unterstützer der Asylsuchenden erwiesen sich zuletzt häufig auch die Kabarettisten des Landes. Im Herbst ließen Max Uthoff (47) und Claus von Wagner (37) in ihrer Sendung "Die Anstalt" syrische Flüchtlinge sprechen - und als "Flüchtlingschor" singen. Ein ergreifender Moment.

Jan Böhmermann

Jan Böhmermann (34) wählte in seinem "Neo Magazin" kurz darauf eine weniger feine Klinge, teilte aber auch kräftig gegen die Pegida-Bewegung aus, die sich damals auf ihrem Höhepunkt befand: "Wäre Dummheit ein Festival, wäre Dresden grade Woodstock", erklärte der Satiriker.

Claus Kleber

Auf dem Feld des ernsthaften Nachrichtenjournalismus zeigte ZDF-Anchorman Claus Kleber (59) mit einem Tränchen zu einem Bericht über einen flüchtlingsfreundlichen Busfahrer seinen Standpunkt.

Benno Fürmann

Und dann gibt es natürlich auch noch weitere Promis, denen Lippenbekenntnisse nicht ausreichen: Film-Star Benno Fürmann (43) ist offizieller Unterstützer der UNO-Flüchtlingshilfe - und reiste unlängst auf die italienische Insel Lampedusa, auf der nach wie vor viele Flüchtlinge per Boot ankommen. "Flüchtlinge gehören zu uns", sagt er nicht erst seitdem.

Tatort-Star

Die Darstellerin der Nadeshda Krusenstern aus dem Münsteraner TatortKrimi-Star, Friederike Kempter (35), schaffte es sogar noch etwas weiter, bis nach Jordanien, um sich vor Ort ein Bild von der Lage der Flüchtlinge im Nahen Osten zu machen. Danach sagte die Schauspielerin dem Kölner "Express": "Die Situation dort ist wirklich hoffnungslos. Auch in der jordanischen Bevölkerung gibt es ja Ängste. Aber wenn man vergleicht, wie viele die dort aufnehmen und wie viele wir - dann ärgert mich das Gekeife hier einfach maßlos."

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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