LIFESTYLE
13/08/2015 13:31 CEST

Wissenschaftler beweisen: Ob wir sexy sind oder nicht, hängt nicht nur von unseren Genen ab

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Wissenschaftler beweisen: ob wir sexy sind oder nicht, hängt nicht nur von unseren Genen ab

Lange Beine, breite Schultern, ein symetrisches Gesicht - es sind körperliche Attribute wie diese, die uns sexy machen, richtig? Falsch. Zumindest nicht nur - das wollen jetzt Wissenschaftler der Queens University in Ontario, USA herausgefunden haben.

Neben genetischen Qualifikationen wie hoher Fruchtbarkeit oder einem starken Immunsystem, die sich in physischen Merkmalen ausdrücken, die uns schließlich attraktiv auf andere wirken lassen, haben die Forscher um Dr. Nikolaus Troje herausgefunden, dass auch ein weiterer Faktor entscheidend ist, wenn es um Sexyness geht: Authentizität.

Dem Gehirn kann man nichts vormachen

Wie sich herausstellt, ist das, was uns wirklich sexy macht, so zu sein, wie wir sind.

"Die meisten Arbeiten bezüglich Attraktivität beziehen sich nur auf einzelne Züge. Die aktuelle Studie demonstriert, wie wichtig es ist, dass jene Eigenschaften auch zusammenpassen", sagt Troje gegenüber der britischen Nachrichtenseite "i100.independent.co.uk".

In der Studie stellten die Wissenschaftler die Körperform von als attraktiv bewerteten Personen mit 15 Lichtkugeln nach. In einem zweiten Experiment, stellten sie Bewegungen, die als attraktiv bewertet wurden, mit Hilfe der Lichtkugeln dar. Mischte man die Kugeln einer Person, die als attraktiv bewertet wurde mit den Kugeln einer Bewegung, die als attraktiv bewertet wurde, hieß das jedoch nicht zwangsläufig, dass dieser Hybrid ebenfalls als attraktiv empfunden wurde. Im Gegenteil.

Widersprüche machen unattraktiv - auch schöne Menschen

Die Testpersonen bemerkten den Widerspruch zwischen Körper und Bewegung und bewerteten die Hybride größtenteils als unattraktiver. Etwas versuchen darzustellen, was man gar nicht ist, macht also wissenschaftlich belegt unattraktiv.

"Wenn eine attraktive Person versucht, einen Catwalk-Gang nachzuahmen, es jedoch einfach nicht drauf hat, dann wird sie als weniger attraktiv wahrgenommen, weil unsere Gehirne sehr empfindlich auf Unstimmigkeiten reagieren", erklärt Troje als Beispiel.

Das Gehirn ist wie ein sensibler Lügendetektor

Erklärbar ist dies dadurch, dass unser Gehirn die allgemeine Erscheinung auswertet, statt einzelne Charakteristika. "Unser visuelles System ist ein sensibler Lügendetektor, der selbst die kleinsten Widersprüche wahrnimmt und negativ darauf reagiert."

Wenn deine Mutter dir also beim nächsten Date rät, "einfach du selbst zu sein", dann ist das keine hohle Phrase, sondern tatsächlich ein hilfreicher Rat.

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