POLITIK
14/08/2015 00:38 CEST | Aktualisiert 14/08/2015 00:39 CEST

Jeb Bush kann sich eine Rückkehr zur CIA-Folter vorstellen

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hält Folter für manchmal notwendig. Er schließt sogar die Wiederaufnahme umstrittener Verhörmethoden im Falle seines Wahlsiegs nicht aus. Zwar sei er im Allgemeinen der Ansicht, dass Folter unangemessen sei und froh, dass sein Bruder George W. Bush vor Ablauf seiner Amtszeit den Praktiken der CIA ein Ende setzte, sagte der Ex-Gouverneur von Florida in Iowa. Doch wolle er dazu keine definitive Pauschalaussage abgeben, fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr hatte der Senat die Foltermethoden der CIA öffentlich gemacht.In einem Report wurden die nach dem 11. September 2011 an Terrorverdächtigen angewandten Methoden beschrieben. Dazu zählten neben tagelangem Schlafentzug für Häftlinge unter anderem Schläge in den Unterleib und Waterboarding, bei dem dem gefesselten Häftling Wasser über das Gesicht gegossen und damit das Gefühl des Ertrinkens vermittelt wird.

Die Brutalität war völlig unnötig. In dem Bericht wurde eingeräumt, dass die CIA falsche Angaben zu den Methoden machte und diese keine lebensrettenden geheimdienstlichen Erkenntnisse erbrachten.

Jetzt vermied Bush es, sich von diesen Methoden zu distanzieren. Bei einem außenpolitischen Forum in Davenport erklärte Jeb Bush indes, er glaube zwar, dass die Praktiken effektiv bei der Gewinnung von Geheimdienstinformationen gewesen seien. Doch "sind wir nun in einem anderen Umfeld." Gleichwohl könne es Situationen geben, in denen brutale Verhöre erforderlich seien, um das Land sicher zu halten, deutete Bush an.

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