POLITIK
13/08/2015 07:08 CEST | Aktualisiert 13/08/2015 10:21 CEST

Studie zeigt: Flüchtlingshasser haben ein enttäuschendes Liebesleben

Studie zeigt: Asylgegner haben enttäuschendes Liebesleben
Stringer/Getty Images
Studie zeigt: Asylgegner haben enttäuschendes Liebesleben

Es klingt wie Satire, ist aber keine: Fremdenfeinde sind in besonderem Maße von ihrem eigenen Liebesleben enttäuscht. Das ergab eine aktuelle Mitglieder-Befragung der Partnervermittlung "Gleichklang". Demnach neigen Menschen, die negativ gegenüber Flüchtlingen eingestellt sind, eher dazu, emotional enttäuscht zu sein oder gar nicht mehr an die Liebe zu glauben.

Wer in der Liebe frustriert ist, ist gegen eine Willkommenskultur: 37 Prozent der Enttäuschten waren so der Meinung, dass Deutschland weniger Flüchtlinge aufnehmen solle, da es sich um massenhaften Asylmissbrauch handele. Bei den Nicht-Frustrierten lag der Prozentsatz nur bei 10 Prozent. Während 94 Prozent der mit ihrem Liebesleben zufriedenen Personen sich für die Kaltherzigkeit der Bundesrepublik gegenüber Asylsuchenden schämten, waren es bei den Unglücklichen nur 66 Prozent.

Die Asylpolitik der Bundesrepublik macht unglücklich: Zumindest gaben 38 Prozent der Liebesfrustrierten an, die deutsche Abschottungspolitik zu unterstützen. Bei den glücklichen Mitgliedern lag die Zustimmung nur bei 12 Prozent. An der Umfrage beteiligten sich 577 weibliche und 423 männliche Mitglieder der Partnervermittlung.

Gleichklang-Psychologe Dr. Guido Gebauer fand eine einfache Erklärung für die erstaunlichen Ergebnisse. Menschen mit tiefergreifender Verbitterung hätten größere Schwierigkeiten, anderen Menschen positiv zu begegnen. Menschen, die eine Abschottungspolitik bevorzugten, hätten demnach vor allem ein Problem mit sich selbst.

Schürt Liebesfrust also Fremdenfeindlichkeit? Oder doch andersrum? Abschließend klären lässt sich das nicht. Klar ist: Die Suche nach einem Sündenbock löst nicht die eigenen Probleme. Schon gar nicht in der Liebe.


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