POLITIK
13/08/2015 17:46 CEST | Aktualisiert 13/08/2015 18:13 CEST

IS-Terror: 7 Zeichen, dass sich die Dschihadisten jetzt auf Deutschland einschießen

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Die Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rückt immer näher an Westeuropa heran. Vor einigen Monaten noch waren die Dschihadisten vor allem für Bürger in Syrien, dem Irak und den angrenzenden Gebieten eine Gefahr.

Doch inzwischen haben sie Europa zum erklärten Ziel ihrer Anschläge gemacht. In den letzten Tagen ist dabei gerade Deutschland immer stärker in den Fokus der IS-Terroristen gerückt.

Hier sind 7 Anzeichen, dass der IS gerade dabei ist, sich gezielt auf Deutschland einzuschießen:

1. Behörden warnen vor Angriffen auf Deutsche im Ausland

Wie aus einem internen Schreiben aus Sicherheitskreisen hervorgeht, aus dem die “Bild”-Zeitung am Donnerstag zitierte, sind die Behörden zunehmend besorgt, dass Angestellte westlicher Organisationen und Touristen aus Deutschland entführt werden. Auch medial inszenierte Tötungen, also Enthauptungen von Geiseln, schließen sie nicht aus. Die größte Gefahr besteht der Einschätzung der Experten zufolge im Raum der Sahelzone in Nordafrika. Das ist die Wüstenregion des Maghreb und weitere Teile Westafrikas.

2. Die Terroristen produzieren neuerdings Videos ausschließlich auf deutsch

Vor einigen Tagen tauchte im Internet das erste rein deutschsprachige Propagandavideo der Terrormiliz auf. Darin ist zu sehen, wie zwei IS-Kämpfer an Deutsche und Österreicher appellieren, sich dem IS anzuschließen und anschließend zwei Geiseln, die vor ihnen knien, exekutieren.

3. Deutsche werden explizit zu Anschlägen in ihrem Land aufgerufen

In dem Video fordern die Terroristen Deutsche auch dazu auf, in ihrem eigenen Land Anschläge im Namen des IS zu verüben und damit alle “Ungläubigen” zu ermorden.

4. Hunderte Deutsche haben sich schon zum Heiligen Krieg aufgemacht

Laut Verfassungsschutz sollen allein bis Juni diesen Jahres rund 720 Islamisten aus Deutschland in den Irak und nach Syrien ausgereist sein, um dort am Dschihad teilzunehmen. Seither ist die Zahl ohne Zweifel noch gestiegen. Die Angst vor den Heimkehrern wächst.

5. Erstmals war ein deutscher Dschihadist bei einer Hinrichtung zu sehen

Videos mit deutschen IS-Kämfern gab es schon vorher. Auch in Propaganda-Videos tauchten sie auf. Doch das nun veröffentlichte zeigte zum ersten Mal einen deutschen Dschihadisten dabei, wie er eine Geisel ermordete.

Inzwischen ist der Mann identifiziert. Bei dem IS-Kämpfer, der sich Abu Umar al-Almani nennt, handelt es sich laut einem Bericht der “Welt” um einen 28-Jährigen, der für die Telekom in Bonn arbeitete.

6. Die IS-Kämpfer drohen Bundeskanzlerin Merkel

Auch dass die selbst ernannten Gotteskriegen eine Drohung explizit an die deutsche Kanzlerin richten, ist neu. Sie sagen, sie wollen sich “rächen für das Blut, das ihr vergossen habt von den Muslimen in Afghanistan” und für “ die Waffenlieferung an die Abtrünnigen hier im Islamischen Staat.”

7. Sicherheitsbehörden rechnen jederzeit mit ähnlichen Anschlägen wie in Tunesien

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen offenbar davon aus, dass es in Deutschland jederzeit zu Anschlägen islamistischer Terroristen nach dem Tatmuster von Frankreich und Tunesien kommen kann. "Deutschland ist erklärtes und tatsächliches Ziel jihadistisch motivierter Gewalt", zitierte die “Bild”-Zeitung im Juni aus einem internen Bericht zur "Sicherheitslage in Deutschland".


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