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12/08/2015 15:19 CEST | Aktualisiert 12/08/2015 17:04 CEST

Studie der Uni Tübingen: Fremdenfeindliche Menschen haben ein niedrigeres Sprachniveau als Bonobo-Affen

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Studie der Uni Tübingen: Fremdenfeindliche Menschen haben ein niedrigeres Sprachniveau als Bonobo-Affen

Schon seit Längerem vermuten Experten einen Zusammenhang zwischen fehlerhafter Rechtschreibung, konfusem Satzbau und Fremdenfeindlichkeit. Nun wurde diese Annahme in einer bahnbrechenden Studie bestätigt: Fremdenfeindliche Menschen haben ein niedrigeres Sprachniveau als Bonobo-Affen, eine Schimpansen-Art, die als nächster Verwandter des Menschen gilt.

Ein Forscherteam des Zentrums für evolutionäre Anthropologie an der Universität Tübingen hat nun in Mensch-Tier-Vergleichsstudien faszinierende Ergebnisse zutage gefördert.

In einer ausgedehnten Studie von 50 wildlebenden Bonobos in der Demokratischen Republik Kongo sowie 50 fremdenfeindlichen Deutschen aus dem Freistaat Sachsen fanden die Forscher heraus, dass das Sprachvermögen der menschlichen Probanden im Vergleich mit Pan paniscus deutlich zurückgeblieben war.

Während die Bonobos sowohl in freier Wildbahn als auch unter Laborbedingungen sehr komplexe Kommunikationsaufgaben lösen konnten, scheiterten die fremdenfeindlichen Teilnehmer bereits an einfach gestalteten Versuchen.

Die Bonobos konnten auch längere Wortketten nicht nur verbalisieren, sondern diese zudem mit passenden Gesten, wie Handbewegungen und Kopfnicken, verbinden. Die menschliche Vergleichsgruppe hingegen scheiterte bereits an der Aussprache einfacher Wörter. Eine semantische Verbindung zwischen Lippenlaut und Körpersprache brachten die Probanden ebenfalls nicht zustande.

Außerdem fiel auf, dass die fremdenfeindlichen Teilnehmer bei der Aussprache von Fremdwörtern und von Wörtern mit mehr als drei Silben vermehrt Stresshormone ausschütteten.

Die Forscher haben das folgende Video-Material aus den Versuchen veröffentlicht, das die sprachliche Überlegenheit der Bonobo-Affen gegenüber den fremdenfeindlichen Probanden eindeutig belegt:

Dieser außergewöhnliche Befund lässt sich auch mit psychologischen Erkenntnissen unterstützen. Bonobos seien sehr friedfertig, wie Bonobo-Forscherin Ida Neumann von der Uni Tübingen erklärt. So blieben Bonobo-Männchen lange im Familienverbund und hätten auch eine besonders starke Bindung zur Mutter. Ihre soziale Natur habe sich durch die ausgezeichneten kommunikativen Fähigkeiten der Tiere entwickelt.

Das zurückgebliebene Sprachvermögen der Fremdenfeinde könnte dagegen das hohe Aggressionspotential bei diesen Menschen erklären. Da sie bereits die Kommunikation von ein- bis zweisilbigen Wörtern überfordert, wird ein permanent hohes Stress-Level im Gehirn gefördert. Unter Stress reagieren diese Menschen dann noch aggressiver als sonst. Ein biologischer Mechanismus, der auch von Forschern der Universität Padua im Fachjournal "Behavioral Neuroscience" erst vor Kurzem dargelegt wurde.

Die Studienergebnisse sorgen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft für Aufsehen. "Ich habe schon bei meiner Feldforschung festgestellt, dass die Vokalisierungen von fremdenfeindlichen Menschen deutlich verkümmert sind, aber erst als ich bei einem privaten Besuch im Zoo den Bonobos lauschte, hat es "klick" gemacht. Die Ergebnisse unserer Studie sind nun eindeutig", so der Sprachwissenschaftler Gereon Schneider.

Um den Beginn der menschlichen Sprachentwicklung zu erforschen, untersuchen Wissenschaftler schon seit Jahren die Kommunikationsweisen von menschenähnlichen Affen wie den Bonobos (Pan paniscus).

Bonobos äußern sich in charakteristischen "Peep"-Tönen, können aber auch menschliche Laute sowie ganze Wörter nachahmen. Forscher haben bislang hier den ersten Schritt zur menschlichen Sprachentwicklung verortet.

Disclaimer: Falls Sie das Gefühl haben, dass dieser Text Satire sein könnte, liegen Sie unter Umständen richtig.

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