POLITIK
10/08/2015 07:41 CEST | Aktualisiert 10/08/2015 09:11 CEST

Eine Karte zeigt: So stellt sich der IS die Welt in fünf Jahren vor

So stellt sich der IS die Welt in fünf Jahren vor
GTRES
So stellt sich der IS die Welt in fünf Jahren vor

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert große Gebiete in Syrien und dem Irak - und will noch viel mehr. Bis 2020 will der IS sein Kalifat erheblich vergrößert haben. Das zeigt eine schockierende Karte, die BBC-Reporter und IS-Experte Andrews Hosken nun veröffentlichte.

So soll das Kalifat in fünf Jahren aussehen: Bis 2020 will die Terrormiliz das komplette Gebiet des Nahen Ostens erobert haben. Die dem IS zugehörigen Regionen sollen in verschiedene Verwaltungsbezirke aufgeteilt werden, die häufig auf dem Vorbild historischer Regionen der früh-islamischen Geschichte beruhen. Hier soll bis 2020 die Sharia gelten. Der IS erhebt Anspruch auf Gebiete in Nord- und Zentralafrika, Zentralasien sowie die ehemalig islamischen Gebiete in Spanien und Portugal und Teile Südosteuropas.

Die Karte wirkt wie eine ideologisierte Geschichtsstunde. Das eingezeichnete „Andalus“ etwa entspricht grob den im Mittelalter arabisch beherrschten Gebieten auf der iberischen Halbinsel. „Khurasan“ ist auch der Name der historischen Region „Chorasan“, die Teile der heutigen zentralasiatischen Staaten Afghanistan, Iran, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan umfasst. Die Provinz „Oropba“ erstreckt sich auf der Karte über den europäischen Teil der Türkei, Griechenland den Balkan und fast bis nach Österreich – ganz ähnlich der europäischen Territorien zur Hochphase des osmanischen Reichs.

In der Realität stagniert der Vormarsch des IS: Zwischen dem 1. Januar und 29. Juni dieses Jahres verlor die Terrormiliz fast 10 Prozent ihres Territoriums an kurdische Kräfte, die irakische Armee, syrische Rebellen und andere lokale Interessengruppen. Bei aller Sorge um den Terror im Nahen Osten gibt es also Grund zum Optimismus. Dass die Welt in fünf Jahren aussieht wie auf Hoskens Karte, bleibt unwahrscheinlich.


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