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08/08/2015 11:03 CEST | Aktualisiert 08/08/2016 07:12 CEST

So arbeitet Erfolgsautor Jo Nesbo

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Krimiautor Jo Nesbo vor einem Buchladen

Erfolgsautor Jo Nesbo (55, "Der Fledermausmann") nimmt für seine Kriminalromane gerne die Position des Ermittlers ein. "Vor Ort zu sein, mit Menschen zu reden bringt mehr, denn nur dann stoße ich auf dieses Fitzelchen an Information, hinter dem ich her bin, weil es die Geschichten authentisch macht", erklärt er in einem Interview mit "Stern Crime" seine Herangehensweise. Dafür schlief Nesbo sogar in einem Wohnheim für Drogenabhängige. Neben echten Kriminellen befragt er auch Ermittler, um seine Romane so nah wie möglich an der Realität zu halten.

Die interessantesten Aspekte fallen dabei oft in Nebensätzen: "Als ich für 'Rotkehlchen' recherchierte, sprach ich mit einem Norweger, der mit den Deutschen an der Ostfront kämpfte, und irgendwann erzählte er mir vom ständigen Wind der Steppe, der so nervtötend durch seinen Stahlhelm sauste. So ein Detail ist ein Goldschatz. Es gibt dem Leser das Gefühl, der Autor wäre dabei gewesen." Allerdings ist er auch pragmatisch genug, die Vorteile der Fiktion auszunutzen. ""Ich schätze mal, dass 90 Prozent meiner Geschichten die Wahrheit beschreiben, aber wenn ich einen korrupten Polizisten brauche, schreibe ich ihn mir einfach herbei. Ich will ja unterhalten."

Nesbo ist vor allem durch seine Kriminalromane um den melancholischen Hauptkommissar Harry Hole bekannt geworden.


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