POLITIK
07/08/2015 09:04 CEST | Aktualisiert 04/03/2017 09:25 CET

Scheinhinrichtungen in der Fußgängerzone: Hier wollen Muslime eine Botschaft loswerden

Es mag für einige Deutsche merkwürdig klingen, aber nicht jeder Muslim ist ein Terrorist. Die meisten sind genauso harmlos wie die meisten Christen. Aber das muss man den Menschen hier immer wieder vor Augen führen.

Die Bundeskanzlerin hat es auf ihre Art klargestellt, als sie abermals betonte, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

Noch wirkungsvoller ist es aber, wenn Muslime selbst zeigen, dass sie nichts mit Hass und Terror zu tun haben wollen. So wie die Gruppe "12thMemoRise"junge Muslime aus Nordrhein-Westfalen, die gegen den Salafismus protestieren.

Hassan und Mohammed sind die Köpfe der Gruppe. Beide haben irakische Wurzeln. "Wir wollen einen Islam, der den Menschen keine Angst vor der Hölle macht, sondern für den jeder Mensch ein Teil der Schöpfung ist, egal welche Religion er hat", sagt Hassan.

Ihre Ziele sind friedlich, aber ihre Methoden haben es in sich. In Fußgängerzonen haben sie zum Beispiel IS-Hinrichtungen dargestellt, um die Brutalität der Terrorgruppe deutlich zu machen. Sie verkleideten sich als Dschihadisten, in schwarz, mit langen Bärten und blutigen Händen.

Dafür bekommen sie Anerkennung, aber sie machen sich auch Feinde. Er habe schon Morddrohungen erhalten, sagt Hassan. Viele Freunde hätten sich wegen seines Engagements von ihm abgewendet. "Die meisten moderaten Muslime lassen uns im Stich." Aber die Jungs von "12thMemoRise" lassen sich nicht von ihrem Plan abbringen. Und senden eine Botschaft an alle Muslime in Deutschland – ihr seht sie im Video oben.


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