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05/08/2015 15:56 CEST | Aktualisiert 05/08/2015 16:41 CEST

Malaysia bestätigt: Gefundenes Wrackteil gehört zu Flug MH370

DR

Jetzt ist es sicher: Das verschollene Flugzeug mit der Flugnummer MH370 ist abgestürzt. Die Untersuchungen der französischen Ermittler haben ergeben, dass das vor einigen Tagen gefundene Wrackteil zu der Boeing 777 der Malaysia Airlines gehört. Das teilte der malaysische Präsident Najib Razak am Mittwoch mit.

Das Wrackteil wurde Ende Juli auf der Insel Reunion im indischen Ozean angeschwemmt. Das rund zwei Meter lange Stück war nach Berichten lokaler Medien am Mittwoch an der Küste bei Saint-André im Osten der zu Frankreich gehörenden Insel gefunden worden.

Experten hielten es sofort für möglich, dass es ein Teil des verschwundenen Flugzeuges der Malaysia Airlines MH370 sein könnte. Diese Vermutung hat sich nun bestätigt.

Hintergrund zum MH370-Unglück: Die Boeing 777 war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Nach der Maschine wurde seither ohne Erfolg gesucht. Es ist das große Rätsel in der Geschichte der Luftfahrt. Am 8. März 2014 bricht der Kontakt zu Flug MH370 der Malaysia Airlines ab.

DIE INSASSEN: Menschen aus 14 Ländern: 227 Passagiere, zwei Piloten und zehn Flugbegleiter. Zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen. Chefpilot Zaharie Ahmad Shah (52) leitete die malaysische Crew.

DER START: Kurz nach Mitternacht malaysischer Zeit hebt die Boeing 777-200 in Kuala Lumpur zum Nachtflug ab. Ihr Ziel ist Peking, wo sie um 6.30 Uhr (Ortszeit) erwartet wird.

DER LETZTE KONTAKT: Die Piloten melden sich 40 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur zum letzten Mal beim Tower, ohne Hinweis auf Probleme. Weniger als eine Stunde nach dem Start verschwindet die Maschine vom Radar.

DAS GROßE FRAGEZEICHEN: Die Maschine weicht aus bislang ungeklärten Gründen von ihrer Route ab. Kurz nach dem letzten Kontakt ändert sie abrupt den Kurs und fliegt erst nach Westen, dann nach Süden.

SATELLITENAUSWERTUNGEN ergeben, dass das Flugzeug noch rund sieben Stunden weiterfliegt und vermutlich im Indischen Ozean knapp 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste abstürzt, als der Treibstoff ausgeht.

mit Material von dpa


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