POLITIK
04/08/2015 19:18 CEST | Aktualisiert 18/01/2016 13:31 CET

Fragwürdiger Wahlkampf-Gag: SPD-Politiker Guido Maassen will sich anzünden

dpa

Wir haben schon durchaus klügere Vorschläge gehört, um im Wahlkampf Stimmen zu gewinnen: Ein SPD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen hat mit seiner Ankündigung, sich im Kommunalwahlkampf öffentlich anzuzünden, für heftige Diskussionen in seiner Partei gesorgt.

Als "Effekthascherei" und "Klamauk" kritisierte die Euskirchener SPD die geplante Aktion. Der SPD-Kreisvorsitzende Markus Ramers sagte am Dienstag, er habe dem Landratskandidaten Guido Maassen wegen des Risikos und der fragwürdigen politischen Wirkung von der Aktion abgeraten. Die Partei stütze ihn aber weiter als Kandidaten.

Maassen kündigt auf seiner Homepage an, er werde sich bei einer Wahlkampf-Tour vor den Augen der Zuschauer ohne feuerfesten Schutzanzug anzünden und damit zeigen, dass er "Feuer und Flamme" sein werde für die Politik. Er wolle auf einzigartige Art und Weise zeigen, dass er für die Wähler alles gebe, heißt es auf der Seite.

Da drängt sich die Frage auf: Geht das nicht auch weniger gefährlich als mit einer Amateur-Pyro-Show?

Der 50-jährige Maassen ist laut SPD noch nicht sonderlich lange in der Politik, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bei der Wahl tritt er gegen den parteilosen Günter Rosenke an, der seit 1994 Landrat des Kreises Euskirchen ist.

Mit Material von dpa


Lesen Sie auch:

So wäre es, wenn Merkel Politikern sagt, was sie einem Flüchtlingskind gesagt hat

Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite