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03/08/2015 11:30 CEST | Aktualisiert 04/08/2015 05:34 CEST

Die Idee dieser Frau könnte vielen Krebspatienten helfen

Diese Ärztin besiegte ihren Krebs - ihre Idee könnte vielen Menschen helfen
kasto80 / Thinkstock
Diese Ärztin besiegte ihren Krebs - ihre Idee könnte vielen Menschen helfen

Rosa Aspalter ist nur knapp dem sicheren Tod entkommen. Die Allgemein- und Ernährungsmedizinerin wurde mit mehreren Metastasen diagnostiziert - für gewöhnlich das Sterbeurteil.

Vor sechs Jahren bekam sie die fatale Diagnose: Darmkrebs, die Lymphknoten waren auch schon befallen. Nach einer Operation und einer Chemotherapie schien wieder alles in Ordnung.

„Ich dachte es wäre alles okay.“

Doch im Juli 2014 folge dann der Schock: Viele Metastasen in der Lunge und in den Lymphknoten. Die 54-Jährige kann es nicht fassen. „Der Krebs hatte so stark gestreut, dass eine Operation nicht mehr möglich war,“ sagte sie der Tageszeitung "Die Presse".

Die behandelnden Ärzte empfahlen ihr eine erneute Chemotherapie. In diesem Stadium der Krankheit glaubte allerdings keiner - nicht einmal Aspalter selbst - an ein gutes Ende. Der Krebs würde der Behandlung einfach davonwachsen, sagte sie.

Aber die Ärztin entschied sich, nicht einfach auf den Tod zu warten. Noch bevor sie mit ihrer Chemotherapie begann, stellte sie ihre Ernährung um. „Ich habe die China Study gelesen,“ sagte sie. „Sie ist eine der weltweit größten Studien über den Zusammenhang zwischen Krankheit und und Ernährung.“

Demnach wirken sich tierische Produkte negativ auf die Gesundheit aus. Obwohl ihre Ärzte nicht daran glaubten, gab Aspalter der Studie eine Chance und ernährte sich fortan vegan.

Das kleine Wunder

Jetzt, etwa ein Jahr später, ist sie tumorfrei. Ihre Testergebnisse, sogenannte Tumormarker, sind inzwischen unter die Nachweisgrenze gesunken. Der Kombination aus veganer Ernährung und Chemotherapie, rechnet Aspalter den entscheidenden Beitrag zu ihrer Genesung an.

Ihre Theorie: „Tierisches Eiweiß ist das ideale Baumaterial für Krebszellen, es fördert sowohl die Entstehung als auch das Wachstum eines Tumors. Gebe ich ihnen nichts davon, schränkt das das Wachstum ein.“ Wenn der Krebs also nicht mehr davonwachsen kann, hat die Chemotherapie einen besseren Angriffspunkt.

Tatsächlich sind Vegetarier weniger anfällig für Darmkrebs. Das fand eine Studie der Loma Linda University in Kalifornien heraus. Damit ist jedoch nicht bewiesen, dass eine vegane Ernährung den Verlauf der Krebserkrankung verändert.

Rosa Aspalter will deswegen ihre eigene Forschung beginnen. Auf ihrer Internetseite essenundkrebs.net sucht sie jetzt Teilnehmer für eine Onlinestudie, die ihre Theorie stützen soll.

Auch wenn die Ernährungsumstellung für Aspalter funktioniert hat, ist das keine Garantie für eine Heilung. „Von Einzelfällen auf ein großes Kollektiv zu schließen, ist gefährlich,“ so die Diätologin Elisabeth Hütterer zum Fernsehsender ORF.

Krebspatienten sollten immer ihren behandelnden Arzt mit einbeziehen, um Risiken, wie zu hohen Gewichtsverlust, auszuschließen.


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