WIRTSCHAFT
01/08/2015 17:05 CEST | Aktualisiert 01/08/2015 17:47 CEST

Für den Fall eines Grexit: Griechenland plante offenbar Prozesse gegen deutsche Firmen

dpa

Für den Fall eines Grexit hatte die griechische Regierung einen Plan parat. So viel ist schon seit einigen Tagen bekannt. Wie genau dieser Plan allerdings war, dazu kommen nun immer neue Details ans Licht.

Die Hacker-Aktion war wohl noch nicht der größte Aufreger. Der Plan des Ex-Finanzministers Yanis Varoufakis, Steuerdaten von Griechen abzugreifen, um eine Parallelwährung aufzubauen, ist noch nicht alles.

Tsipras hat inzwischen zugegeben, die Ausarbeitung eines Notfallplans bei Varoufakis in Auftrag gegeben zu haben. Was er bisher allerdings verschwieg: Teil des Plans waren offenbar auch Prozesse gegen deutsche Firmen.

Gegen Konzerne, die in Griechenland tätig sind, sollten Korruptionsermittlungen eingeleitet werden, berichtet die griechische Zeitung "Efimerída ton Syntaktón" nun. Geplant waren laut Information der Zeitung Prozesse unter anderem gegen Siemens, Lidl, Allianz, MAN und Hochtief.

Hintergrund ist: Bei den Prozessen wollte die griechische Regierung im Fall eines Grexit gegen Schmiergeldvorwürfe gegen die betreffenden Firmen vorgehen. Ein Bestechungsskandal um Siemens sorgt in Griechenland seit Langem für Diskussionen. In diesem Fall läuft allerdings bereits ein Verfahren.

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