LIFESTYLE
20/07/2015 14:06 CEST | Aktualisiert 20/05/2016 03:48 CEST

15 Sätze, mit denen Sie die Seele eines Kindes verletzen

Thinkstock

Es gibt Worte, die Menschen nie vergessen werden. Dinge, die Erwachsene zu ihnen gesagt haben, als sie selbst noch Kinder waren. Sätze, die wie ein dumpfes Echo immer wieder ins Bewusstsein gelangen. “Du bist nicht gut genug.” “Du machst deine Eltern unglücklich.” “Du bist ein Quälgeist.”

Worte können ein Kind genauso verletzen wie Schläge - das ist wissenschaftlich erwiesen. Doch verbaler oder emotionaler Missbrauch ist nicht sichtbar. Er zeigt sich nicht in Form von blauen Flecken oder gebrochenen Knochen, weshalb er immer noch häufig unterschätzt wird.

Dabei hinterlassen auch Worte Narben, die sich Jahre später in Form von Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Auffälligkeiten zeigen können.

Verbaler Missbrauch kann in den verschiedensten Facetten auftreten. Und oft haben Eltern dabei gar nicht die Absicht, ihrem Kind zu schaden. Der Satz “Guck mal, wie toll deine Schwester das macht”, ist beispielsweise kein Satz, mit dem Eltern bewusst versuchen, zu verletzen. Aber für einen Siebenjährigen kann er Frustration bedeuten, Versagensängste auslösen und das Selbstbewusstsein schwächen.

Viele Eltern unterschätzen die Macht, die sie über ihre Kinder haben. Für ein Kind sind Mutter und Vater Menschen, die immer Recht haben, die alles wissen und richtig beurteilen. Wenn eine Mutter ihrem Kind sagt, dass es ein Quälgeist sei, wird das Kind es glauben und verinnerlichen - insbesondere, weil sein Gehirn sich in der Entwicklungsphase befindet.

Eine Studie der Harvard University konnte sogar belegen, dass Missbrauch im Kindesalter zu Veränderungen der Gehirnstruktur und - Funktion führen kann. Und nicht nur der körperliche Missbrauch.

“Die Veränderungen sind nicht nur auf physische und sexuelle Gewalt beschränkt; es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass auch verbale Angriffe die Art verändern, wie das Gehirn sich vernetzt”, sagt Professor Martin Teicher, der die Studie leitete.

Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es wichtig, sich als Eltern bewusst zu machen, welche Auswirkungen Worte auf ein Kind haben können.

Hier sind 15 Sätze, die die Seele eines Kindes verletzen können:

"Sei kein Baby! Andere Kinder können das auch."


"Das wirst du nie schaffen."


"Warum bist du nicht mehr wie dein Bruder?"


"Warum musst du das immer machen?"


"Warum bist du so tollpatschig?"


"Du bist so ein Quälgeist."


"Wie blöd kann man eigentlich sein?"


"Lass das, das geht doch sowieso wieder daneben."


"Du bist zu dick."


"Nie kann man sich auf dich verlassen."


"Jetzt sei mal ein Mann."


"Du bist so eine Heulsuse."


"Geh mir aus den Augen."


"Du bist wie dein Vater."


"Wie oft muss ich dir das noch sagen?"

Jeder dieser Sätze ist für eine Kinderseele wie ein Faustschlag. Denn alles, was Kinder wollen, ist die Liebe ihrer Eltern. Um sie zufriedenzustellen, würden sie alles geben.



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