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07/07/2015 08:04 CEST | Aktualisiert 07/07/2015 17:54 CEST

Intime Bilder zeigen gleichgeschlechtliche Paare im Schlafzimmer

Seit Jahren dokumentieren Ewan Phelan, Fotograf, und seine Frau Brianna einige der eindrucksvollsten und intimsten Momente im Schlafzimmer verschiedener Paare.

Die beiden sind reisende Ausbilder und Fotografen - und ganz besondere Experten im Bereich Boudoir Fotografie. Ihre Arbeit hat sie schon rund um den Globus geführt. Regelmäßig unterrichten sie auf internationalen Tagungen und haben sich zusammen einen Platz auf der Liste der zehn besten Foto-Ausbilder im Rangefinder Magazin gesichert.

Ihre Arbeit beschäftigt sich damit, dass Sexualität und Nacktheit kein Tabu im menschlichen Leben darstellen. Vielmehr sollten wir stolz darauf sein, wer wir sind, und dass wir in der Lage sind, Intimitäten mit anderen auszutauschen. Das Thema sollte auch nicht zwangsweise vor der Öffentlichkeit verheimlicht werden.

Ewan Phelan teilt einige seiner Aufnahmen mit The Huffington Post. Das sind nicht nur "hübsche Bilder“, erzählte Phelan der Huffington Post. "Sie sind eine Erweiterung der Identität der Menschen darin und meiner.“ Die Betrachter "sollen etwas dabei empfinden - gut oder schlecht“, erklärt der Fotograf weiter. Hier sind einige Beispiele seiner Werke:

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"Wie bei jedem Projekt gehe ich mit einer bestimmten Idee, die ich dem Betrachter und dem Kunden vermitteln will, an das Thema ran“, sagte Phelan der Huffington Post. "Ich möchte dem Betrachter zeigen, wie ich die Welt sehe. Ich möchte die echte Rauheit von Emotionen, Verletzlichkeit und Stärke zeigen, die in unserer Sexualität eine Rolle spielen. Und, speziell für Paare, möchte ich die wahre Bindung solch intimer Momente zum Vorschein bringen.“

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"Das Motto meiner Arbeit ist: Liebe es oder hasse es - Hauptsache du ‚magst‘ es nicht nur“, setzt Phelan fort. "Ich will den Betrachter konfrontieren und ihn sich fragen lassen: Was beunruhigt ihn an diesem Werk? Was beunruhigt ihn an Sexualität? Ich will ihn sich fragen lassen, warum er sich vor so einem wichtigen Teil seiner Identität fürchtet. Unsere Sexualität beeinflusst einen großen Teil vom dem, der wir sind, von unserer Spezies, von uns als Individuen. Niemand sollte sich dafür schämen. Nacktheit und Sexualität sind keine Dinge, die hinter verschlossenen Türen versteckt werden müssen. Wäre es ein normales Thema - kein Tabu - dann könnten wir einen sehr viel besseren Weg für die kommende Generation legen, als er für uns gelegt wurde.“

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"Ich hoffe, dass diejenigen, die sich sonst verstecken oder sich unterdrückt fühlen, für das, was sie sind, Stärke aus meinen Fotos schöpfen können - egal ob LGBT oder hetero“, erklärt Phelan weiter. "Sie sollten sich nicht davor fürchten, sich als sexuell aktive Wesen auszuleben, denn das schafft Stärke - nicht Scham. Ich möchte den Individuen zeigen, dass sie nicht alleine sind, und dass Menschen, die sie für ihre Sexualität verachten, auf der falschen Seite der Geschichte stehen. Ich hoffe, dass diese Fotos die Menschen zusammenbringen und ihnen vorführen, dass Liebe und Zärtlichkeit immer gleich sind - egal wer sie sich teilt. Ich möchte sie in meine Welt ziehen, ich möchte, dass sie Dinge mit meinen Augen sehen, sich ermutigen lassen oder einfach damit konfrontiert werden. Sie sollen etwas dabei empfinden, gut oder schlecht. Das sind nicht nur hübsche Bilder. Sie sind eine Erweiterung der Identität der Menschen darin und meiner.“

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Wollt ihr mehr von Phelan? Schaut doch mal auf den Webseiten des Paares vorbei: Do More Wear Less oder Last Forty Percent.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Nils Werner aus dem Englischen übersetzt.


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