POLITIK
05/07/2015 20:09 CEST

Martin Schulz: "Griechenland braucht humanitäre Hilfe"

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Im Interview mit dem ZDF hat sich der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz für weitere Verhandlungen mit Griechenland ausgesprochen. Zudem sei Griechenland jetzt auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es müsse in den nächsten Tagen sichergestellt werden, dass Menschen ausreichend Medikamente zur Verfügung haben - auch wenn die Banken kein Geld mehr ausgeben.

Am Sonntag hatte sich eine klare Mehrheit der Griechen gegen die Reformvorschläge der Geldgeber ausgeprochen.

Schulz sagte in einem Videobeitrag:"Wir müssen die Entscheidung des griechischen Volkes respektieren." Weiter sagte er aber auch, dass es ein schwieriger Tag sei. Denn die Hoffnung der Griechen, dass es jetzt einen besseren Deal geben werde, sei nicht gerechtfertigt. Der Grund: Zwar würden die Griechen das Reformpaket ablehnen, aber 18 weitere Euro-Staaten hätten sich darauf geeinigt. "Jetzt ist es an den Griechen, neue Vorschläge zu präsentieren, die es wert sind, an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

Im Bezug auf die humanitären Hilfen sagt Schulz: Den griechischen Banken könnte schon morgen das Geld ausgehen. Spätestens am Dienstag solle der Euro-Gipfel deshalb über humanitäre Hilfen, besonders Medikamente, beraten. Die können sich die Menschen nicht mehr kaufen, wenn Banken kein Geld mehr ausgeben.

Er beendete seine kurze Rede mit einer düsteren Warnung: "Normale Bürger, Rentner, Kranke und Kinder sollten nicht für die Situation bezahlen, in die sie die Regierung gebracht hat. Ich hoffe, dass die Regierung konstruktive Vorschläge macht, die es erlauben, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Falls nicht, beginnt eine sehr schwierige, wenn nicht dramatische Zeit."

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