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06/07/2015 12:18 CEST | Aktualisiert 06/07/2016 07:12 CEST

Diese Autobiografien wurden zu Blockbustern

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Diese Autobiografien wurden zu Blockbustern

Heute Abend können sich die Zuschauer im allabendlichen Fernsehprogramm auf den Film "Ziemlich beste Freunde" freuen (Das Erste, 20.15 Uhr). Die Komödie über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft beruht auf einer wahren Begebenheit - genau wie die folgenden Erfolgsstreifen...

"Ziemlich beste Freunde"

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Die Geschichte von Driss (Omar Sy) und Philippe (François Cluzet) entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten. Driss kommt gerade aus dem Gefängnis. Der vermögenden Philippe sitzt nach einem schweren Unfall bewegungsunfähig im Rollstuhl und sucht einen neuen Pfleger - und so zieht Driss in der luxuriösen Stadtwohnung ein und mischt das edle Domizil gehörig auf. "Ziemlich beste Freunde" wurde auch international zum Erfolg. Die Geschichte über die außergewöhnliche Männerfreundschaft basiert auf der Autobiografie "Le second souffle" des ehemaligen Pommery-Geschäftsführers Philippe Pozzo di Borgo, der 1993 beim Paragliding abstürzte und seither Tetraplegiker ist. Seine erste Frau Béatrice starb drei Jahre später an Krebs. Er verfiel in eine Depression, die er auch mit Hilfe seines Pflegers Abdel Yasmin Sellou überwinden konnte.

"Die Entdeckung der Unendlichkeit"

"Die Entdeckung der Unendlichkeit" brachte Eddie Redmayne in diesem Jahr den Oscar als bester Hauptdarsteller ein und katapultierte ihn in die A-Riege der Hollywood-Stars. Der Film schildert das Leben des berühmten Physikers Stephen Hawking und zeigt dessen Karriere und Beziehung zu seiner Frau Jane Hawking. Die war es auch, die die Grundlage für den Filmhit beigesteuert hat: ihre Memoiren "Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking".

"Der große Trip - Wild"

Eine Oscar-Nominierung für die beste Hauptdarstellerin brachte der Film "Der große Trip - Wild" Reese Witherspoon ein: Die 26-jährige Cheryl wird vom Schicksal arg gebeutelt, ihre Mutter ist gestorben, dazu kommen Drogenprobleme, ein ausschweifendes Sexleben und die Scheidung von Ehemann Paul. Zeit für eine Auszeit: Allein macht sie sich auf den Pacific Crest Trail. Neben den Strapazen der Wanderung muss sie sich auch mit sich selbst auseinandersetzen. Grundlage für den Streifen sind die Erlebnisse von Cheryl Strayed, die sie in ihrem Buch "Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst" niederschrieb.

"The Wolf of Wall Street"

Fünf Oscar-Nominierungen standen im vergangenen Jahr für "The Wolf of Wall Street" zu Buche. Und auch Martin Scorseses Film mit Leonardo DiCaprio basiert bekanntlich auf einem Bestseller und dem wahren Leben des Börsenmaklers Jordan Belfort. Dessen Unternehmen Stratton Oakmont stieg in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren zu einem der größten Brokerunternehmen der USA auf. Mit 26 Jahren war Belfort Multimillionär und bekannt für seinen exzessiven Lebensstil inklusive Drogenmissbrauch. Dann kam der tiefe Fall: Stratton Oakmont wurde geschlossen und Belfort wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche zu vier Jahren Haft verurteilt. Wegen seiner Zusammenarbeit mit dem FBI und der Staatsanwaltschaft war er nach 22 Monaten wieder draußen und schrieb seine Memoiren, "Der Wolf der Wall Street". Belfort arbeitet heute als Motivationstrainer.

"127 Hours"

Auch die Geschichte des Bergsteigers aus "127 Hours", der sich selbst seinen Unterarm amputiert, um sich aus seiner Felswand zu befreien, beruht auf wahren Erlebnissen. Aron Ralston, im Film gespielt von James Franco, war 2003 für mehr als fünf Tage in Robbers Roost in Utah von einem Stein eingeklemmt. In seinem Buch "Between a Rock and a Hard Place" ("Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens") beschreibt Ralston den tagelangen Zustand zwischen Leben und Tod.

"Sieben Jahre in Tibet"

Brad Pitt verkörpert in "Sieben Jahre in Tibet" Heinrich Harrer, einen österreichischen Bergsteiger, der in den Himalaya reist und bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von den Briten interniert wird. Nach seiner Flucht gelangt er mit seinem Kollegen Peter Aufschnaiter nach Tibet, wo er sich mit dem jungen 14. Dalai Lama anfreundet. Dieses enge Verhältnis soll bis zum Tod des wahren Heinrich Harrers im Jahr 2006 bestanden haben. Auch wenn der Film einige Unterschiede vorweist, war die Grundlage das gleichnamige Buch Harrers, der sich von 1939 bis 1951 in Indien und Tibet aufhielt und seine Erlebnisse aufschrieb.

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