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05/07/2015 18:01 CEST

Tatort Luzern: "Schutzlos" in Tweets

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler
Kommissarin Liz Ritschards (Delia Mayer) und ihre Kollegen Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser) und der Drogenfahnder Franz Hofstetter (Andreas B. Krämer) stürmen eine Drogenwerkstatt.

Es ist der letzte Tatort vor der Sommerpause. Die dauert dieses Jahr übrigens nur sieben Wochen. Aber dennoch wollen wir mal so tun, als würden wir uns nicht auch ein bisschen über die Pause freuen.

Um den Abschied leichter zu machen, hat sich das Erste entschieden einen synchronisierten Tatort aus der Schweiz zu zeigen. Und darum geht's:

Unter einer Brücke liegt ein nigerianischer Jugendlicher. Erstochen. Die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) nehmen an, dass es sich um eine Abrechnung im Drogenmilieu handelt.

Tatort Luzern: "Schutzlos" in Tweets

Der Tote ist der polizeibekannte Ebi Osodi (Charles Mnene), ein sogenannter UMA - ein unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender. Er war ganz alleine in die Schweiz gekommen und wurde schon mehrfach beim Dealen erwischt.

Der neue Polizeichef Mattmann (Jean-Pierre Cornu) will sich mit Osodi nicht lange aufhalten, schließlich wäre er ohnehin bald abgeschoben worden. Doch je mehr der Polizeichef aber auf Effizienz drängt, umso mehr interessieren sich Reto Flückiger und Liz Ritschard für das Schicksal des Jungen.

Klingt spannend, aber ob bei der Hitze überhaupt jemand schaut?

Ein junger Mann beantragt Asyl in der Schweiz. Er kommt aus Nigeria, heißt Ebi, ist minderjährig und allein. In der nächsten Szene ist der junge Mann in Drogengeschäfte verwickelt - und offenbar selbst Konsument. Bei einem Überfall auf seine Hintermänner wird er im Rausch niedergeschlagen.

Reto Flückinger ist beim Arzt. Er hat Anfälle von starken Kopfschmerzen - bei der Arbeit. Sein Arzt erklärt, dass es sich höchstwahrscheinlich um Migräne handle.

Dann wird er zum Tatort gerufen. Der junge Schwarze ist tot. Seine Leiche liegt unter einer Brücke.

Flückinger und Ritschard befragen zuallererst seine Mitbewohner im Asylantenheim und erfahren, dass er viel mit Drogen zu tun hatte. Der Drogenfahnder Franz Hofstetter (Andreas B. Krämer) führt die Kommissare in die Machenschaften des nigerianischen Drogenmillieus ein.

Weil dem Toten bereits das Asyl verwehrt wurde, will der Polizeichef, dass der Fall möglichst unaufwändig bleibt. Doch Flückinger und Ritschard haben da Anderes im Sinn.

Um an mehr Informationen zu kommen, nehmen Flückinger, Ritschard und Hofstetter die nigerianischen Dealer unter die Lupe. Über eine Minirazzia und Beschattung landen die Kommissare schließlich bei einer Frau, die ein junges Mädchen aus Nigeria verprügelt. Auf dem Präsidium werden die beiden Frauen verhört.

Die Befragung des jungen Mädchens Jola (Marie-Hélène Boyd) ergibt nicht viel. Ebenso die der Frau, in dessen Wohnung sich das Mädchen aufgehalten hat. Im Gespräch mit einem Herrn von der Asylbehörde erfahren die Kommissare von der gesamten Absurdität der Gesetzgebung zum Thema Migration. Jola ist offenbar Schreckliches widerfahren, aber die Bürokratie hat andere Sorgen.

Flückingers Migräneanfälle werden unterdessen immer stärker - und führen ihn zufällig auf die Spuren des Dolmetschers, der bei Jolas Verhör dabei war. Bei einem Bier unterhalten sich die beiden über die Ungerechtigkeit der Welt. Bis Flückingr vom Stuhl kippt. Der Migräne-Kommissar wird erstmal ins Bett geschickt.

Mit Hilfe von einer Überwachungskamera erfahren die Kommissare, dass ein gewisser Sepp Rieder (Marcus Signer). Ein Waffenhändler, der den Drogenfahndern kein Unbekannter ist, auch irgendwie mit in der Geschichte steckt.

Ritschard befragt noch einmal Jola, in der Hoffnung mehr von ihr zu erfahren. Doch die junge Nigerianerin hat große Angst und will nicht reden. Also informiert sich Ritschard alleine über die Zustände in Nigeria. Das gefällt dem Polizeipräsidenten gar nicht. Der will nur, dass der Fall schnell zu den Akten kommt und niemand unnötig Asyl bekommt.

Ritschard macht sich auf nach Italien, um herauszufinden, was mit Jola dort passiert ist. Dort trifft sie auf eine Nonne, die sich in der Vergangenheit um Jola gekümmert hat.

Flückinger kommt unterdessen wieder zu sich. Und ist nun überzeugt davon, Jola am Tatort gesehen zu haben. Außerdem stellt sich heraus, dass Jola und der Tote Geschwister waren. Reto Flückinger schießt - kaum wieder auf dem Beinen - einen jungen Flüchtling an, der Jola helfen wollte als ihr die bestohlenen Dealer auf die Schliche kommen.

Einer der nigerianischen Dealer, die die Kommissare festnehmen konnten, erzählt nun, dass Ebi seine Schwester auf dem Weg nach Europa verloren hatte. Schließlich habe Jola ihren Bruder ausfindig gemacht und sei plötzlich in Luzern bei ihm aufgetaucht. Dann haben die beiden den Plan geschmiedet, um ihrer schwer verschuldeten Mutter zu helfen. Nun läuft Jola aulso mit einem halben Kilo Koks allein durch Luzern direkt zum irren Waffenhändler Sepp.

Flückinger und Ritschard stürmen den Laden, aber Jola stirbt an den Tritten und Schlägen des Waffenhändlers.

Fazit:

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