POLITIK
05/07/2015 12:19 CEST | Aktualisiert 05/07/2015 12:28 CEST

"Schlimmer als ein Deal mit Nordkorea": Netanjahu wettert gegen Iran-Abkommen

Getty

Seit Monaten versucht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, das Atom-Abkommen mit dem Iran zu verhindern. Bisher ohne Erfolg, die USA verhandeln weiter mit dem ehemaligen Erzfeind. Deshalb setzt Netanjahu in seiner Kritik des Abkommens jetzt nochmal einen drauf. Er bezeichnete das angestrebte Abkommen als "schlimmer als einen Deal mit Nordkorea".

Weiter schimpfte er: "Was sich bei den Atomgesprächen in Wien abzeichnet, ist kein Durchbruch, sondern ein Zusammenbruch", sagte Netanjahu am Sonntag bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. "Mit jedem Tag gibt es mehr und mehr Konzessionen der Weltmächte." Die USA, China, Frankreich, Russland, Großbritannien und Deutschland verhandeln derzeit in Wien mit dem Iran. Bis 7. Juli soll eine Einigung stehen.

Was aber hat Israel eigentlich gegen ein Abkommen? Eigentlich müsste das Land doch froh sein, wenn der Iran das Streben nach Atomwaffen aufgibt. Das sieht Israel aber ganz anders: Ein Abkommen werde es dem Iran erlauben, in Zukunft "sehr viele Atombomben" zu bauen, warnte der Regierungschef. Eine Aufhebung der Sanktionen werde dem Iran zudem neue Finanzmittel zur Unterstützung von Terrororganisationen liefern.

Die wichtige Frage ist nun: Hat Netanjahu mit seiner Politik Erfolg? Derzeit sieht es nicht danach aus. US-Präsident Barack Obama will den Deal unbedingt. Er könnte einer der historischen Erfolge seiner Amtszeit sein - vorausgesetzt, der Iran spielt mit.

Hier geht es zurück zur Startseite

Lesen Sie auch:

Auch auf Huffpost:

Video: Skurriler Tagesplan - 9 Details aus dem Privatleben Wladimir Putins