POLITIK
04/07/2015 08:12 CEST | Aktualisiert 04/07/2015 08:12 CEST

Varoufakis: Gläubiger wollen Griechenland weiter erniedrigen

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Varoufakis

Am Sonntag findet in Griechenland das Referendum über die Forderungen der internationalen Geldgeber statt. Den Umfragen zufolge ist die Bevölkerung gespalten: Es zeichnet sich ein Patt ab. Einer, dem das gar nicht gefällt, ist der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo" wirft Varoufakis den Gläubigern nun sogar Propaganda vor. "Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen - Terrorismus", sagte Varoufakis. "Was Brüssel und die Troika heute wollen, ist, dass das 'Ja' gewinnt, damit sie die Griechen weiter erniedrigen können".

Starker Tobak vom Finanzminister. Aber er und sein Regierungschef stehen auch unter großem Druck. Denn die Regierung wirbt für ein "Nein" zu den Forderungen der Gläubiger.

In Griechenland selbst herrscht weiterhin Chaos: Banken und Börse sind geschlossen, das Bargeld wird knapp und große Online-Dienste haben angekündigt, keine griechischen Kreditkarten mehr zu akzeptieren. In dieser Situation wird auch verbal mit harten Bandagen gekämpft.

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