WIRTSCHAFT
03/07/2015 10:17 CEST | Aktualisiert 03/07/2015 10:21 CEST

Mann trinkt 10 Bier, wird gefeuert und gewinnt vor Gericht

Mann trinkt 10 Bier, wird gefeuert und gewinnt vor Gericht
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Mann trinkt 10 Bier, wird gefeuert und gewinnt vor Gericht

Ah, Betriebsfeiern. Meistens bedeutet das: Traurige Spießchen vom Buffet, zäher Smalltalk mit der IT-Abteilung, dafür aber - hier der Lichtblick - jede Menge Alkohol. Kostenlos. Wer sich da nicht vornimmt, die unbezahlten Überstunden ein wenig wieder rauszutrinken, der hat wohl keine gemacht.

Betriebsfeiern: Freier Alkohol, freie Spießchen

Doch in Australien werden solche Feiern wohl bald wieder eher unangenehme Pflichtübungen. Denn ein Arbeitsgericht hat soeben entschieden, dass ein Mann, der auf einer Weihnachtsfeier Kolleginnen sexuell belästigt hat und seinem Chef ein deftiges "F*** Off" zugerufen hatte, zu Unrecht gekündigt wurde. Denn er hätte schließlich jede Menge Alkohol trinken können. Umsonst.

Nach Berichten von Fairfax Media wurde der Arbeitnehmer gefeuert, nachdem er im Januar wieder zur Arbeit erschien. Doch die "Fair Work Commission" entschied, dass der Arbeitgeber nicht auf die Einhaltung von Verhaltensregeln pochen kann, wenn er gleichzeitig jede Menge Alkohol zur Verfügung stellt.

Adam Hatcher, der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, erläuterte: "Wenn Alkohol so ausgeschenkt wird, kann man doch davon ausgehen, dass die Leute viel zu viel trinken und sich daneben benehmen."

Wir können dieser Logik nur bis zu einem gewissen Grad folgen, empfehlen aber dennoch: Trinken und gut benehmen! Denn nur der Alkohol ist selten schuld...

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