WIRTSCHAFT
01/07/2015 13:14 CEST

Walmart musste sich für einen ISIS-Kuchen entschuldigen

Da hat hat sich Walmart aber einen ganz schönen Fauxpas geleistet.

Wie der Sender ABC News berichtet, hat der US-Supermarkt-Riese einem Kunden einen Kuchen verkauft, der die Flagge des Islamischen Staates zeigte. Das Unternehmen musste sich dem Bericht zufolge jetzt entschuldigen.

Hintergrund der Geschichte: Chuck Netzhammer, der betroffene Kunde, ist stolzer Südstaatler. Er ging zu Walmart und bestellte einen Kuchen mit der US-Südstaatenflagge. Die gewünschte Aufschrift: „Heritage not Hate” - „Erbe statt Hass”.

In den Südstaaten gilt das als Schlachtruf, auch der Kuk-Klux-Klan benutzt diesen umstrittenen Ausruf oft.

Die Walmart-Angestellten stellten sich quer und verweigerten Netzhammers Bestellung. Der Grund: Seit dem Anschlag in Charleston, bei dem neun Afroamerikaner erschossen wurden, verkauft die gesamte Supermarkt-Kette keinerlei Artikel mit der Südstaaten-Flagge mehr.

Netzhammer gefiel nicht, was er dort hörte und gab eine andere Bestellung in Auftrag - einen Kuchen mit der Flagge des IS.

Und dieses mal akzeptierte Walmart seinen Wunsch. Laut dem ABC-Bericht erklärte das Unternehmen, die auf dem Kuchen abgebildete Flagge der Terror-Gruppe sei einem Mitarbeiter unbekannt gewesen. Schriftlich hieß es in einem Statement des Unternehmens:

„Es ist bedauerlich, dass ein Kunde den Vorzug nutzte, dass ein Kollege die Flagge nicht kannte beziehungsweise die Bedeutung der Flagge. Dieser Kuchen hätte nie gebacken werden sollen und wir entschuldigen uns für diesen Fehler."

Sicher war Netzhammers Aktion daneben. Doch wirkliches Bedauern zeigte Walmart mit seiner Mitteilung nicht.

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