POLITIK
01/07/2015 17:23 CEST | Aktualisiert 01/07/2015 17:23 CEST

Schwedischer General: Russen provozieren uns mit aggressiven Manövern

dpa

Nach den jüngsten Zwischenfällen mit russischen Jets im Luftraum über Schweden hat der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, Sverker Göranson, sein Besorgnis über das zunehmend aggressive Verhalten der Russen zum Ausdruck gebracht.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ist der General verärgert über das die Provokationen russischer Militärflugzeuge über Nordeuropa. "Sie brechen die üblichen Verhaltensregeln“, sagte Göranson in dieser Woche bei einem Vortrag auf der schwedischen Insel Gotland.

Demnach fliegen russische Piloten immer wieder gefährlich nahe an Maschinen des Königreichs heran und lassen sogar Leuchtgeschosse los. Russische Maschinen verließen ihre Formation und hielten nicht den nötigen Sicherheitsabstand ein, so der General. Sie flögen so nah, dass sie "fast das Metall der schwedischen Flugzeuge abkratzen“.

Aggressives Verhalten von oberster Ebene genehmigt

Göranson geht davon aus, dass das Verhalten der russischen Piloten von oberster Ebene aus genehmigt sein muss. "Andernfalls könnten sie sich nicht so verhalten“, sagte er laut AP.

Zwischenfälle im schwedischen Luftraum hat es in den letzten Monaten einige gegeben. Im September vergangenen Jahres drang nach schwedischen Angaben ein russisches Flugzeug in den schwedischen Luftraum ein. Der damalige schwedische Außenminister Carl Bildt bezeichnete den Vorfall als "den gravierendsten“ seit mehr als einem Jahrzehnt.

Im März dieses Jahres fing Schwedens Militär zwei russische Bomber ab, die nach Göransons Worten "provozierend nah“ an der Grenze des schwedischen Luftraums geflogen waren.

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