01/07/2015 05:35 CEST | Aktualisiert 19/11/2015 04:14 CET

10 Dinge, die nur Pendler verstehen

defun/iStock/Thinkstock

Jeden Tag von Berlin nach Wolfsburg – und immer die gleichen Gesichter. Dabei entstehen enge Freundschaften, manche existieren nur durch ein schweigendes Lächeln. Pendler leben in einer eigenen kleinen Welt, die nur sie beobachten. Kann man beschreiben, wie es ist, als Stadtcowboy oder Wochenendliebende seine Zeit im ICE zu verbringen? Helfen Sie uns.

Minutengenauigkeit und Bahnhofsposition.

Wer pendelt, weiß ganz genau, wo am Bahnhof er stehen muss, um möglichst wenig Laufweg zu haben und trotzdem gemütlich ans Ziel zu kommen. Und er weiß auch ganz genau, wann er dort sein muss. Ein echter Pendler braucht keinen Wagenstand-Anzeiger für den ICE. Er spürt, wenn er dreißig Sekunden später als gewohnt zwischen dem zweiten und dem dritten Längsstein hinter dem Fahrstuhl steht.

Spaß an Reihenfolgen im Kopf.

Wer häufig die gleiche Strecke fährt, kommt nicht umhin, sich irgendwann die Reihenfolge der Stationen zu merken. Nur wer sie im Schlaf beherrscht, ist aufgenommen in der still verbundenen Gemeinschaft der Mittel- bis Langstreckenpendler. Am coolsten sind natürlich die, deren Aufzählung nur Fernbahnhöfe beinhaltet.

Bahn-Liebe.

Ein Blick, noch ein Blick und es ist klar: man hat sich gerade blitzverliebt in das Gegenüber. Nirgendwo kann man so schön heimlich schwärmen wie auf einer langen ICE-Fahrt. Es braucht zunächst keine Worte, um schöne Menschen zu beobachten oder von ihnen beobachtet zu werden. Aber wenn man sich dann die zweite Woche in Folge jeden Tag gesehen hat, sollte man sich doch ein Herz fassen. Vielleicht wird es ja was.

Die Königsdisziplin: Kleidung.

Im Büro etwas anderes zu tragen als auf dem Weg dorthin ist nicht vielen Pendlern vergönnt. Dabei wäre es manchmal sehr angenehm, den Zweiteiler oder das Kostüm gegen eine bequeme Hose und einen warmen Pullover zu tauschen. Elegante Alltagskleidung von Pendlern für Pendler – eine Marktlücke, über die es sich nachzudenken lohnt. Am besten während der Fahrt.

Die Zeitung gegenüber.

Das eigene Smartphone ist langweilig geworden, der Blick schweift im Bordbistro umher. Gegenüber hält jemand eine Zeitung mit einer unfassbar spannenden Überschrift: „Mann beißt Hund“. Es ist schwierig, von weitem die Unterzeile zu erkennen, den Text erst recht. Und eigentlich ist es auch unhöflich, so zu starren. Trotzdem ist der Blick gefesselt: Die Zeitung des Anderen kann ungeheuer interessant sein.

Gemeinsamkeit trotz Fremdseins.

Die Community der Pendler ist schweigsam, etwas selbstbezogen und geheimnisvoll. Maximal ein Nicken deutet darauf hin, dass man sich schon gestern zwischen München und Ingolstadt sah. Und doch ziehen sie alle an einem Strang. Denn Pendler sind keine Einzelkämpfer, so wie Autofahrer, die sich Tag für Tag über die Stadtringe schleppen. Sie kommen alle gemeinsam an. Und zwar unglaublich entspannt.

Mein Koffer, dein Koffer.

Wer oft und viel reist, stellt sich irgendwann die Frage: Rollkoffer? Rucksack? Oder den stylischen Seesack? Nur ein echter Pendler kennt die besten Transportmöglichkeiten des eigenen Hab und Guts. Dabei am wichtigsten: Wie passt es am besten in die Ablagen zwischen Bistro und Ruheabteil?

Die Bedeutung und Schönheit eines Longplayers.

Es gibt nichts Besseres, als wenn die Musik perfekt vom Einstieg bis zum Zielbahnhof hält. Mit dem letzten Takt den Schlüssel in der Haustür umzudrehen macht einfach nur glücklich.

Akkus und Ladegeräte.

So ein Arbeitstag ist lang, vor allem, wenn er im Zug beginnt und endet. Viele Pendler sind zwar noch voller Power, doch die Akkus ihrer Geräte oft nicht. Beim Aufblinken der leeren Batterie ist nichts beruhigender als eine Steckdose zwischen den Sitzen. Echte Pendler wissen immer, wann sie das Handy weglegen müssen, um noch bis zur Haustür erreichbar zu bleiben.

Freude auf den eigenen Bahnhof.

Dort wo man ankommt, wartet das schöne Zuhause, die große Liebe oder das schickste Auto. Es ist egal, wie der Bahnhof aussieht, an dem man jedes Mal aussteigt. Man kennt ihn gut und jeden Strauch, der dort wächst. Es ist die Luft des Ersehnten, die man atmet, sobald sich die Türen nach entspannter Fahrt öffnen.

Und Sie? Wie machen Sie Ihre Bahnfahrt abwechslungsreich und unvergleichlich? Probieren Sie bei Ihrer nächsten Bahnfahrt einfach mal etwas Neues aus! Machen Sie ein Foto oder Video davon und laden Sie es auf der Website bahn.de/deinezeit hoch. Mit etwas Glück gewinnen Sie eine tolle Städtereise von Ameropa oder einen der attraktiven Wochenpreise.

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