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22/06/2015 13:05 CEST

Harvard-Psychologen erklären, auf welche 6 Dinge es bei der Erziehung wirklich ankommt

Harvard-Psychologen erklären, auf welche 6 Dinge es bei der Erziehung wirklich ankommt.
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Harvard-Psychologen erklären, auf welche 6 Dinge es bei der Erziehung wirklich ankommt.

Was ist gute Erziehung? Eine schwierige Frage. Psychologen der US-Elite-Universität Harvard haben eine Antwort darauf, die alles ein bisschen einfacher macht.

Gerade in der heutigen Zeit, in schon Babys mit Tablets spielen und Kinder von allen Seiten mit Reizen beschallt werden, scheint es schwieriger denn je, sie zu verantwortungsvollen, klugen und emphatischen Menschen zu erziehen. Doch die Harvard-Psychologen machen Mut: Es sind heute wie damals so ziemlich dieselben Dinge, die eine gute Erziehung ausmachen.

Auf diese sechs Dinge soll es dabei besonders ankommen:

1. Arbeite an einer liebevollen Beziehung zu deinem Kind.

Kinder lernen, was Liebe und Respekt bedeutet, indem ihnen die Eltern Liebe und Respekt entgegenbringen. Dabei ist es besonders wichtig, Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Dadurch stärken Eltern die Beziehung zu ihrem Kind, fördern ein Gefühl der Sicherheit und verhindern Ängste, so die Psychologen.

Als Tipp schreiben die Wissenschaftler, man solle besonders intensive Gespräche mit seinem Kind führen, ehrliches Interesse zeigen und nachfragen.

2. Sei ein starkes Vorbild und ein Mentor.

Auch hier wieder: Am besten lernen Kinder anständiges Verhalten, indem sie es vorgelebt bekommen. Je genauer Eltern darauf achten, was ihr Kind anhand ihre Verhaltens von ihnen denkt, umso besser können sie ihm ein gutes Vorbild sein.

3. Mach Altruismus zur Priorität und stelle hohe ethische Erwartungen.

Kinder müssen von ihren Eltern hören, dass es gut, richtig und wichtig ist, sich um andere zu kümmern. Die Psychologen empfehlen, Kinder zu belohnen, wenn sie sich für etwas einsetzen. Und ihnen zu zeigen, dass es sich lohnt, sich Mühe zu geben.

4. Gib deinem Kind die Gelegenheit, Dankbarkeit und Mitgefühl zu leben.

Studien haben ergeben, dass Menschen, die Dankbarkeit zeigen, meist auch hilfsbereiter, großzügiger und mitfühlender sind als Menschen, die es nicht tun.

Laut den Wissenschaftlern sollten Kinder also frühzeitig lernen, wie wichtig Dankbarkeit ist. Als Strategie empfehlen sie, die Kinder im Haushalt helfen zu lassen.

5. Erweitere die Interessen und den Horizont deines Kindes.

Kinder interessieren sich erstmal nur für die Menschen, die ihnen am nächsten stehen und nicht für Unbekannte. Darum ist es wichtig, Kindern beibringen, sich für jemanden zu interessieren, sich auf Situationen und Menschen einzulassen, selbst wenn sie unbekannt sind.

Auch hier gilt es vor allem, offen und interessiert mit dem Kind zu sprechen. Mit anderen Worten: Das Interesse zu wecken und dem Kind so die Möglichkeit zu geben, etwas Neues kennenzulernen.

6. Unterstütze dein Kind dabei, moralisch zu denken und in seinem Umfeld positiven Einfluss zu nehmen. Stärke sein Selbstvertrauen.

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie sind oft aber auch schüchtern. Um mit der Welt, ihrem Umfeld und ihren eigenen Gefühlen wirklich in Kontakt treten zu können, müssen sie erst lernen, wie man sich moralisch und richtig verhält, so die Harvard-Psychologen.

Sie empfehlen, das Kind zu bestärken, wenn es mit einem Problem konfrontiert wird. Das Beste ist es, mit dem Kind über seine Gefühle in schwierigen oder unbekannten Situationen zu sprechen und es dafür zu loben, dass es sich für sich und andere einsetzt.

Hier gibt die ganze Studie zum Nachlesen.

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