POLITIK
06/06/2015 13:12 CEST | Aktualisiert 06/06/2015 14:40 CEST

G7-Demo: Polizei setzt Pfefferspray gegen Reporter ein - "Wenn Sie stören, endet Ihre Pressefreiheit!"

DPA

Bei der Demonstration der G7-Gipfelgegner in Garmisch-Partenkirchen hat es am Samstag eine gewaltsame Auseinandersetzung gegeben.

Nach Angaben der Polizei wurden Beamte mit Flaschen und Feuerlöschern angegriffen. Daraufhin habe die Polizei Pfefferspray eingesetzt.

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Dabei wurde auch ein Journalist verletzt.

Während einer Übertragung des "Welt"-Journalisten Martin Heller über den Live-Video-Dienst "Periscope" wurde zudem ein Journalist von einem Polizisten scharf zurechtgewiesen. "Wenn Sie stören, endet Ihre Pressefreiheit", schreit ein Polizist ihn an. Seine Antwort: "Wir sind hier nicht Russland!"

Die Szene können Sie hier etwa fünf Minuten vor Ende des Streams nachschauen.

Bislang lässt sich nicht zuordnen, ob sich die Vorfälle gleichzeitig abgespielt haben.

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Auslöser des Zwischenfalls: Ein Polizist wurde am Auge verletzt - es sei aber noch unklar, durch was, sagte ein Polizeisprecher. Das Aktionsbündnis "Stop G7" sprach von Attacken der Polizei und einer Festnahme. Die Gipfelgegner machten die Polizei für die "Eskalation" verantwortlich.

Die Polizei schrieb auf Twitter: "Feuerlöschpulver auf Polizisten sprühen und Flaschenwerfen ist NICHT friedlich und GEHT GAR NICHT." Sie fügte hinzu: "Pfeffersprayeinsatz der Polizei war notwendig, weil Polizisten mit Flaschen und Feuerlöschern angegriffen wurden."

Den Einsatz von Schlagstöcken bestätigte die Polizei zunächst nicht - das hatten die Gipfelgegner den Beamten vorgeworfen.

Einzelne Demonstranten versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Sie wurden aber durch das massive Polizeiaufgebot daran gehindert.

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