POLITIK
02/06/2015 06:09 CEST | Aktualisiert 02/06/2015 06:23 CEST

Führungsstreit eskaliert: AfD sagt Bundesparteitag ab

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Führungsstreit eskaliert: AfD sagt Bundesparteitag ab

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren für den 13. und 14. Juli geplanten Bundesparteitag in Kassel abgesagt. Der Bundesvorstand entschied das an diesem Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Als Grund gab Parteisprecher Christian Lüth "juristische Bedenken des Bundesschiedsgerichts" an. Dieses hatte Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Delegierten-Wahlen in den Landesverbänden geäußert.

Machtkampf in der AfD

Sollten statt Delegierten nun alle Mitglieder zum Parteitag eingeladen werden, könnte das Parteichef Bernd Lucke zugute kommen. Er hat nach Einschätzung von Beobachtern in der Alternative für Deutschland insgesamt mehr Rückhalt hat als unter den Delegierten.

In der Führungsspitze der AfD tobt seit Wochen ein Richtungsstreit. Lucke vertritt den liberal-konservativen Flügel der Partei. Seine größte Rivalin ist die sächsische AfD-Chefin Frauke Petry. Sie wird dem national-konservativen Flügel zugerechnet.

Mit Material von dpa

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Video: Fünf peinliche Pannen des neuen Spalt-Vereins von AfD-Chef Lucke


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