LIFE
01/06/2015 14:14 CEST | Aktualisiert 02/06/2015 13:38 CEST

14 unglaubliche Fakten über die Klitoris

1969 sind wir auf dem Mond gelandet.

1982 haben wir das Internet erfunden.

1998 haben wir die Anatomie der Klitoris entdeckt.

Von der Antike bis zum heutigen Tag wurde die Klitoris diskreditiert, abgetan und totgeschwiegen - und die Lust der Frau war oft kein Thema. Dabei ist die Klitoris ein hochinteressanter Teil des menschlichen Körpers, über den wir viel häufiger sprechen sollten.

Hier sind 14 unglaubliche Fakten über die Klitoris, die auch Sie noch nicht kannten:

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1. Die Klitoris ist das einzige Organ im menschlichen Körper, dessen einziger Zweck die Lust ist.

2. Die Anatomie der Klitoris wurde erst 1998 (!) entdeckt.

Die australische Urologin Helen O'Connell veröffentlichte Forschungsergebnisse, die so ziemlich alle bis dahin verbreiteten Annahmen über die Anatomie der Klitoris infrage stellten. Sie hatte das Körperteil seziert und legte damit erstmals die Klitoris in ihrer vollen inneren und äußeren Größe frei. Das Ergebnis:

3. Nur Hexen haben eine Klitoris.

Das war zumindest jahrhundertelang ein weit verbreiteter Glaube. Der "Malleus Maleficarum" oder auch "Hexenhammer" (eine "wissenschaftliche" Abhandlung über die Hexenverfolgung, die über 200 Jahre als definitiver Ratgeber für das Jagen, Erkennen, Foltern und Töten von Hexen gilt) bezeichnet die erregte und dadurch geschwollene Klitoris als "Zitze des Teufels". Sie sei der Beweis, dass man es mit dem Teufel oder Hexerei zu tun hat.

4. Die Klitoris liegt nicht in der Vagina.

Tatsächlich bezeichnet “Vagina” nur die Öffnung und den Eingang des Genitals.

5. Frauen können auch einen Ständer haben.

Die Klitoris hat - ebenso wie der Penis - erektiles Gewebe, das bei Erregung - ebenso wie beim Penis - stark anschwillt.

6. Sie hat zwei- bis dreimal so viele Nervenenden wie der Penis.

7. "Gray's Anatomy" hat die Klitoris aus dem menschlichen Körper gestrichen.

"Gray's Anatomy" gilt seit seiner Erstauflage 1858 in London als die englischsprachige Standardliteratur über den menschlichen Körper. Die 25. Auflage wurde 1948 gedruckt und ist insofern einer besonderen Nennung wert, weil darin klammheimlich die Klitoris unterschlagen wurde. Auch die 24. Auflage stellte die Klitoris nicht in ihrer Gänze und korrekt dar, aber zumindest wurde sie erwähnt und als Organ der menschlichen Anatomie gekennzeichnet. In der 25. Auflage ist sie einfach nirgendwo zu finden.

8. Die klitorale Struktur ist in ihrer Gesamtheit ziemlich genauso groß wie der Penis.

Sorry, Jungs.

9. Die meisten Menschen erkennen einen Penis, aber keine Klitoris - selbst Frauen nicht.

Glauben Sie nicht? Hätten Sie sie denn erkannt?

10. Ihre starke Blutversorgung ermöglicht es der Klitoris, dauerhaft anzuschwellen - das erlaubt jedem, der eine Klitoris hat, multiple Orgasmen zu erleben.

11. Klitorale Orgasmen sind Trumpf.

Drei Viertel aller Frauen können keinen Orgasmus durch rein vaginale Penetration bekommen. Studien schätzen, dass unter diesem einen Viertel, das auf diese Weise zum Höhepunkt kommen kann, nur magere acht Prozent auch wirklich zuverlässig so kommen kann.

12. Klitorale Orgasmen sind vielleicht sogar die einzigen.

Eine umstrittene Studie der italienischen Forschergruppe Puppo+Puppo, die 2014 im "Journal Of Clinical Anatomy" veröffentlicht wurde, besagt, dass der vaginale Orgasmus und der G-Punkt in Wahrheit nicht existierten.

13. Picasso war ein Freund der Klitoris.

Das gilt vor allem für Picassos Bild “Mann und Frau mit einer Katze”. Man beachte die Vulva, die auf den Bettrand skizziert wurde – inklusive Klitoris.

14. Es gibt eine Bewegung für die Klitoris.

Die New Yorker Künstlerin Sophia Wallace hat sich der Klitoris als Thema für ihre Kunst angenommen. “Es ist nicht so, dass wir den weiblichen Körper nicht sehen”, sagt Wallace. “Aber wir kennen ihn nicht.” Sie beschloss also, die Klitoris ins Scheinwerferlicht zu rücken. Cliteracy war geboren: ein Kunstprojekt, das Street-Art, Textilien und Typografie vermischt, um eine Gesellschaft klitoraler Analphabeten aufzuklären.

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