POLITIK
01/06/2015 09:10 CEST | Aktualisiert 01/06/2015 09:18 CEST

Polizeigewalt: Die Zahl 2,6 zeigt, worin die USA wirklich versagen

Proteste nach dem Tod eines jungen Schwarzen in Ferguson, Missouri
Getty
Proteste nach dem Tod eines jungen Schwarzen in Ferguson, Missouri

Mindestens 385 Menschen in den USA haben nach Recherchen der "Washington Post" in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihr Leben durch Polizeischüsse verloren. Acht von ihnen waren demnach unter 18 Jahren alt.

Im Schnitt bedeutet dies, dass 2,6 Personen pro Tag durch Schüsse von Polizisten getötet wurden.

Damit liege die Zahl mehr als doppelt so hoch wie von der Regierung seit mehr als zehn Jahren ermittelt, berichtete die Zeitung.

Ohnehin würden Behördenvertreter einräumen, dass ihre eigenen Zählungen unvollständig seien, schreibt das Blatt.

Hintergrund ist eine Debatte über Polizeigewalt in den USA, nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Fälle bekanntgeworden waren, bei denen zumeist schwarze Männer die Opfer waren.

Übrigens: Nur in drei Fällen mussten sich Beamte hinterher wegen einer Straftat verantworten.

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