LIFE
01/06/2015 09:17 CEST

2-Jährige eingefroren: Eltern konservieren ihre geliebte Tochter

Sich einfrieren lassen und in der Zukunft wieder aufwachen – das ist ein Menschheitstraum, der so alt ist wie das Science-Fiction-Genre. Auch die Eltern der zweijährigen Matheryn Naovaratpong aus Thailand glauben offenbar an diese Möglichkeit. Aber es geht ihnen nicht darum, dass ihre Tochter auf den Mars fliegt. Sie hoffen lediglich, dass Matheryn in ein paar Jahrzehnten eine bessere Überlebenschance hat.


Die 2-Jährige hatte tödlichen Krebs

Wie Das Online-Magazin "Motherboard" berichtet, wurde bei der Zweijährigen 2014 ein elf Zentimeter großer Hirn-Tumor gefunden. Schon als Matheryn damals in ein Koma fiel, rieten die Ärzte den Eltern, die Geräte, die ihre Tochter am Leben hielten, abzuschalten. Aber die Naovaratpong-Familie wollte nicht so schnell aufgeben.

Tatsächlich wachte das Mädchen wieder auf und stand innerhalb des folgenden Jahres zwölf Hirn-OPs, 20 Chemotherapien, and 20 Bestrahlungsbehandlungen durch. Die Eltern begannen außerdem, über soziale Netzwerke auf Krebs im Kindesalter aufmerksam zu machen.

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Posted by Matheryn Naovaratpong on Sunday, 19 April 2015

Im Januar dieses Jahres starb Matheryn dann aber trotz allem. Doch ihre Eltern wollten den Kampf um das Leben ihrer Tochter immer noch nicht aufgeben. Sie sind beide selbst Wissenschaftler mit Doktortiteln und glauben daran, dass in Zukunft eine Heilmethode für Krebs gefunden werden kann. Deshalb beauftragten sie die Alcor Life Extension Foundation aus Arizona damit, das kranke Gehirn ihrer Tochter für diese Zukunft zu konservieren.

Matheryn ist bis jetzt der jüngste Mensch, der kryonisch konserviert wurde

Die von der Stiftung gebrauchte Technik nennt sich Kryonik. Die "Patienten" werden bei minus 140 Grad gelagert, sodass der Körper oder einzelne Organe erhalten bleiben bis man einen Weg gefunden hat, die faktisch toten Menschen wieder "aufzuwecken". Wie das Beispiel von Matheryns gebildeten Eltern zeigt, ist die kryonische Konservierung lange keine naive Utopie mehr, sondern eine immer realistischer erscheinende Option.

Vor allem in den USA wird sie immer beliebter. Bis 2014 hatten sich bereits 129 Menschen durch Alcor einfrieren lassen. Aber mit gerade mal zweieinhalb Jahren ist Matheryn Naovaratpong die bisher jüngste Teilnehmerin des Programms.

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