LIFE
13/05/2015 11:33 CEST

5 Gründe, warum Sie keine Flip-Flops tragen sollten

Wenn der Sommer kommt, die Temperaturen steigen und Turnschuhe und Stiefel nichts außer Schweißfüße bringen, steht die Wahl des Schuhwerks für Viele automatisch fest: die Flip-Flops kommen wieder raus. Aber das Tragen der Schlappen ist ganz und gar nicht gesund. Ärzte und Orthopäden raten deshalb schon seit Jahren davon ab, darin durch die Gegend zu schlappen.

Das hier sind die fünf wichtigsten Gründe dafür, diesen Sommer nach einer Alternative zu den Zehensandalen zu suchen:

1. Flip-Flops setzten die Füße Bakterien und anderen Krankheitserregern aus

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Wer während eines Strandbesuchs im Sommer auch mal eine öffentliche Toilette aufsuchen will, ist mit einem Paar Flip-Flops an den Füßen schlecht ausgestattet. Dass sie nicht optimal vor Keimen und Bakterien schützen, kann man sich bei der minimalen Bedeckung der Füße schon denken. Aber Flip-Flops halten außerdem Wärme und Feuchtigkeit auf der Sohle und bieten Erregern damit einen fruchtbaren Nährboden.

Auf diese Weise kann der Träger nicht nur harmlosen Fußpilz bekommen. Eine Studie der University of Miami konnte belegen, dass auf wenigen Zentimetern Flip-Flop-Sohle bis zu 18.000 Bakterien gefunden werden können. Darunter war unter anderem auch das Bakterium Staphylococcus Aureus, das laut dem Mikrobiologen Dr. Philip M. Tierno Jr. Geschwüre verursachen und sogar potentiell tödliche Gifte enthalten kann.

2. In Flip-Flops zu laufen, schadet den Gelenken

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Die Sohlen von Flip-Flops sind in der Regel sehr dünn. Deshalb dämpfen sie die Erschütterungen, die beim Gehen entstehen, kaum ab. Außerdem zwingen sie den Träger bewiesenermaßen, seine natürliche Gangart zu verändern, sodass unterschiedliche Körperteile stärker belastet werden. Längeres Laufen in den Schlappen kann deshalb zu Schäden in Fuß-, Knie- und Rückengelenken führen.

3. Die Materialien, aus denen sie bestehen, sind oft umweltschädlich oder sogar giftig

Die meisten Flip-Flops sind aus Kunstoff oder Plastik. Dass diese Materialien nicht unbedingt gut für Mensch und Umwelt sind, dürfte klar sein. Eine Studie im Auftrag des WDR wies Spuren von unangenehm riechendem Lösungsmittel in vier von zwölf im Labor getesteten Flip-Flop-Paaren nach. Außerdem wurden in allen Paaren Schwermetalle festgestellt, die besonders schlecht abbaubar und damit sehr schädlich für die Umwelt sind.

Aber noch schockierender ist, dass in der Hälfte der Schuhe sogar potentiell krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe zu finden waren. Das sollte zumindest von dem Kauf der besonders billigen Kunstoff-Schlappen abschrecken.

4. Flip-Flops fügen den Zehen bleibende Schäden zu

Um die Schlappen an den Füßen zu halten, müssen die Zehen oft stark gekrümmt werden. Bei häufigem Tragen kann es daher zu einer dauerhaften Verformung kommen. Hammer- und Korallenzehen werden verursacht. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern verursacht auch Schmerzen – gerade wenn man geschlossene Schuhe tragen will, in denen gekrümmte und geschwollene Zehen unter Umständen kein Platz haben.

5. Flip-Flops erhören die Verletzungsgefahr

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Jeder, der mal versucht hat, in Flip-Flops zu rennen, kann bestätigen, dass sie dafür mehr als ungeeignet sind. Fußmediziner wie Dr. Kathya Zinszer von der Temple's School of Podiatric Medicine warnen aber explizit davor, die Schlappen zu tragen, wenn man mehr vorhat, als gemütlich darin herumzulaufen oder am Strand zu sitzen. "Sie verursachen Knöchel-Verstauchungen, weil die Füße in ihnen herumrutschen", warnt Zinszer. Aber selbst beim normalen Gehen erhöhen die Zehensandalen die Stolpergefahr. Man habe schlechten Halt und bleibe außerdem leicht hängen, warnen Experten.

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