LIFESTYLE
04/05/2015 12:46 CEST | Aktualisiert 04/05/2015 14:19 CEST

Studien belegen: Katzen können Menschen heilen

Thinkstock
Warum Katzen uns heilen können

Wer sich früher eine Katze anschaffte, tat das in der Regel, um sich die Mäuse vom Leib zu halten. Wer heute eine Katze anschafft, muss damit rechnen, dass er mehr Mäuse als je zuvor haben wird, weil die liebe Katze sie fängt und zum Spielen und/oder Verspeisen mit nach Hause bringt.

Trotz dieser und anderer Widrigkeiten tun Katzen dem Menschen gut. Sehr gut.

Die Zahl der Studien zum Thema ist riesig. Wir haben für Sie die fünf spannendsten ausgewählt:

1. Katzenbesitzer haben ein geringeres Herzinfarkt-Risiko

US-Wissenschaftler um Adnan Qureshi haben in einer Studie mit 4435 Teilnehmern festgestellt, dass das Risiko, an Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, deutlich geringer war, wenn die Probanden eine Katze hatten. Sie stellten sogar einen Effekt fest, wenn die Probanden nur früher mal eine Katze besessen hatten. Demnach erlitten sechs Prozent der Leute, die nie in Gesellschaft einer Katze lebten, einen Herzinfarkt, aber nur drei bis vier Prozent der Leute, die eine Katze hatten oder gehabt hatten.

Andere Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Blutdruck, Rauchen, Diabetes, Fettleibigkeit und etc. schlossen die Forscher aus. Nicht sicher sagen konnten sie allerdings, ob Katzenbesitzer vielleicht von sich aus Eigenschaften mitbrachten, die anderen fehlten.

2. Katzen reduzieren Stress

Qureshi geht davon aus, dass das niedrigere Herzinfarkt-Risiko damit zusammenhängen könnte, dass Katzen den Stress ihrer Besitzer reduzieren können.

Andere Forscher haben das belegt. Und als Beruhigungsmittel scheinen Katzen und andere Haustiere sogar noch besser zu funktionieren als menschliche Partner.

Wissenschaftler um Karen Allen zeigten, dass Menschen mit Haustieren einen signifikant niedrigeren Blutdruck und langsameren Herzschlag im Ruhezustand hatten als solche ohne Haustiere. Bei Stress stieg ihr Blutdruck weniger. Waren die Tiere in der Stresssituation auch anwesend, war der Effekt besonders ausgeprägt. War dagegen der Ehepartner dabei, lag der Blutdruck weit höher.

Auch hier gilt wieder: Es lässt sich nicht ausschließen, dass Katzenbesitzer von Natur aus schwerer aus der Ruhe zu bringen sind. Um dem Vorwurf zu begegnen, machten die Forscher den Test mit Börsenmaklern, die alle keine Haustiere hatten. Und der Effekt war ähnlich, wenn auch nicht so stark ausgeprägt.

3. Kontakt zu Katzen kann Allergie vorbeugen

Teenager, die in ihrem ersten Lebensjahr mit einer Katze im Haushalt lebten, hatten ein nur halb so hohes Risiko, später eine Katzenallergie zu entwickeln. Das hat eine Studie ergeben. Ausschlaggebend war allerdings nur der Kontakt im ersten Lebensjahr.

4. Katzen können bei Psychotherapien helfen

Der Biologe und Katzenforscher Dennis C. Turner sagte der „Welt“, Katzen könnten negative Stimmungen ihrer Besitzer wie Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit oder Introvertiertheit verbessern. Das sei wichtig, um etwa in der Psychotherapie soziale Beziehungsfähigkeit zu fördern. Ist die Stimmung des Herrchens schon gut, gebe es aber keinen Effekt.

5. Katzenbesitzer sind glücklicher

Allen R. McConnell von der Miami University hat mit Kollegen verschiedene Experimente durchgeführt und kommt zu dem Schluss, dass Haustiere wie Hunde und Katzen auch für gesunde Menschen ganz allgemein ein Gewinn seien. Haustierbesitzer waren demnach glücklicher und gesünder.

Bevor Sie nun allerdings zum nächsten Zoogeschäft aufbrechen, denken Sie daran, dass es insbesondere zur der letzten, sehr vage gehaltenen Untersuchung auch Gegenbeweise gibt. Etwa den Hinweis, dass Katzenbesitzer, anders als Hundebesitzer oder Nichttierhalter, ziemlich wenig Bewegung haben und daher etwa zu Pummeligeit neigen. Außer natürlich, sie haben eine Katze, die reichlich lebendige Mäuse mit nach Hause bringt.

Denn die dürfen Sie ja dann fangen.

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