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03/05/2015 05:01 CEST | Aktualisiert 03/05/2015 05:02 CEST

Erdbeben in Nepal: Zahl der Toten steigt auf mehr als 7000 - noch viele Ausländer vermisst

dpa

Auch mehr als eine Woche nach dem Himalaya-Erdbeben werden noch viele Ausländer in Nepal vermisst. Dutzende Touristen könnten etwa im Kenjing-Tal im beliebten Langtang-Nationalpark in Erdrutschen verschüttet sein, sagte Polizeisprecher Prabin Pokharel am Sonntag. Dort seien 48 Leichen in einer Erdlawine gefunden worden, unter ihnen drei Ausländer. Angaben zur Nationalität machte er nicht.

Viele Menschen müssen weiter unter freiem Himmel schlafen. Sie seien dringend auf gute Zelte und Werkzeuge zur Reparatur von Unterkünften angewiesen, teilte das UN-Büro für Katastrophenhilfe (Ocha) mit. Am Sonntag wurden die ersten Rettungsteams in Deutschland zurückerwartet. Unterdessen wurden zahlreiche im Himalaya-Gebirge festsitzende Touristen ausgeflogen. Auch vom Mount Everest zogen sich quasi alle Expeditionsteams zurück.

Mehr als 130.000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Das Innenministerium versicherte, es werde alles Menschenmögliche getan, um Nepalesen und Ausländer zu retten. Am Vortag hatte ein Polizeisprecher gesagt, dass alle Ausländer, deren Aufenthaltsort bekannt sei, nun in Sicherheit seien. Nach EU-Angaben bestand zuletzt zu rund 1000 Europäern kein Kontakt. Mehr als 130.000 nepalesische Sicherheitskräfte sind nach offiziellen Angaben im Einsatz.

Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf mehr als 7000. Allein in Nepal seien 7056 Menschen gestorben, heißt es auf einer Homepage der Regierung. In Indien und China starben zusammen mindestens 100 Menschen. Das Erdbeben der Stärke 7,8 hatte am Samstag vor einer Woche große Teile des Himalaya erschüttert.

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