WIRTSCHAFT
03/05/2015 14:45 CEST | Aktualisiert 04/05/2015 06:08 CEST

Bahnstreik-Hammer: GDL-Chef Weselsky will sechs Tage lang im Personenverkehr streiken

Bahnreisende müssen sich von Dienstag an auf den bisher längsten Streik der Lokführer im Tarifkonflikt bei der Bahn einstellen.

Der Ausstand soll im Personenverkehr sechs Tage lang vom 5. Mai (Dienstag) um 2 Uhr morgens bis 10. Mai (Sonntag) um 9 Uhr dauern, teilte die Gewerkschaft am Sonntag in Frankfurt am Main mit. Im Güterverkehr soll bereits ab Montag um 15 Uhr gestreikt werden. Es wäre bereits der achte Streik in dem Tarifkonflikt.

Die Gewerkschaft hatte am Donnerstag das neue Tarifangebot des Unternehmens zurückgewiesen und einen weiteren, langen Arbeitskampf angekündigt.

GDL am Montag mit weiteren Details zum achten Bahnstreik im Tarifkonflikt

Die Bahn hatte angeboten, die Löhne sollten vom 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent steigen. Dazu komme eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro bis zum 30. Juni.

Die GDL fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Den Knackpunkt in den Tarifverhandlungen sieht die GDL bei der Einstufung der Rangierlokführer im Tarifgefüge der Bahn.

Sollte es tatsächlich zu dem Bahnstreik kommen, hilft wahrscheinlich nur noch ganz viel Humor:


GDL-Chef Claus Weselsky wird sich am Montag um 10 Uhr mit weiteren Details an die Presse wenden.

Video: Schon wieder Bahnstreik: Wenn die GDL den Machtpoker gewinnt, zahlen Sie in Zukunft richtig drauf