POLITIK
02/05/2015 12:15 CEST | Aktualisiert 02/05/2015 13:40 CEST

Ranking: Das sind die Städte, die am meisten und am wenigsten Hartz-IV zahlen

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Es ist auf den ersten Blick eine unfassbar hohe Zahl. 1015 Euro bekommen im Schnitt Hartz-IV-Empfänger, die in Bonn wohnen. Das sind sogar noch 27 Euro mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: in thüringischen Hildburghausen bekommen Hartz-IV-Empfänger 705 Euro.

Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, die die "Bild"-Zeitung veröffentlicht hat.

Die Städte mit dem höchsten Beitrag sind hinter Bonn:

2. München (999 Euro)

3. Mönchengladbach (998 Euro)

4. Köln (994 Euro)

5. Darmstadt (990 Euro)

Und die Städte mit dem niedrigsten Beitrag sind vor Hildburghausen:

2. Gonneberg (Thüringen, 713 Euro)

3. Kulmbach (Bayern, 720 Euro)

4. Rhön-Grabfeld (Bayern, 722 Euro)

5. Schmalkalden-Meiningen (Thüringen, 729 Euro)

Im Schnitt bekommen Hartz-IV-Empfänger laut "Bild" 887 Euro.

Auffällig: Die Sätze liegen im alten Bundesgebiet im Schnitt höher als im neuen. Das liegt vor allem an den Mieten, die sich in Deutschland erheblich unterscheiden. So steht den Hartz-IV-Empfängern nur etwa 30 Prozent für den täglichen Bedarf wie Kleidung, Nahrungsmittel und Freizeit zu Verfügung. Der Rest geht für Miete, Heizung und Sozialbeiträge drauf.

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Dass das nicht immer reicht, machten erst diese Woche andere Zahlen deutlich. So ist nämlich nicht nur die Höhe der Beiträge gestiegen, sondern auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die auf zusätzliche Darlehen angewiesen sind.

Immer mehr müssen Kredite aufnehmen

Immer mehr von ihnen sind auf Kredite für Waschmaschine, Kühlschrank, Kleidung oder andere Dinge angewiesen. Im vergangenen Jahr gewährten die Jobcenter pro Monat durchschnittlich rund 18 700 Hartz-IV-Beziehern ein solches Darlehen.

Im Vergleich zu 2013 mit rund 17 800 Darlehen pro Monat war das ein Anstieg um 5,27 Prozent. 2010 waren es im Schnitt noch 15 500 pro Monat. Seither ist die Zahl demnach um 20,99 Prozent angestiegen.

Jobcenter räumen Darlehen ein, wenn es einen besonderen, sogenannten unabweisbaren Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhaltes gibt. Betroffene müssen eine Notsituation nachweisen. Das gewährte Darlehen muss dann allerdings von ihnen getilgt werden, indem monatlich zehn Prozent von der Hartz-IV-Regelleistung abgezogen werden.

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