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03/04/2015 10:46 CEST | Aktualisiert 04/04/2015 14:16 CEST

"Schluss mit Spielchen" - Gabriels klare Ansage für die griechische Regierung

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat der griechischen Regierung angeboten, dass die EU Investitionsmittel aus dem Juncker-Plan gezielt für Griechenland nutzen könnte. "Aber dazu muss jetzt endlich mal Schluss mit den Spielchen sein, die die neue Regierung seit Wochen treibt", sagte Gabriel der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

Voraussetzung für Hilfen sei, dass Athen die bisher getroffenen Reformvereinbarungen akzeptiert. Die Gespräche zwischen Griechenland und Russland sieht Gabriel indes gelassen: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand in Athen wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielt, Europa den Rücken zuzukehren und sich Moskau in die Arme zu werfen." Eine Anspielung auf manche Regierungspolitiker, die die angebliche "Germanisierung Europas" durch eine Annäherung an Russland stoppen wollen.

Weiter schlug Gabriel in dem "RP"-Gespräch vor, EU-weit Konten von wohlhabenden Griechen zu sperren, die ihrem Heimatland Steuern schulden. "Wir haben Herrn Tsipras angeboten, Konten von wohlhabenden griechischen Bürgern einzufrieren, die ihrem Heimatland Steuern schulden. Das Angebot steht, aber griechische Finanzbehörden müssen dafür schon selbst tätig werden", sagte Gabriel.