POLITIK
02/04/2015 08:35 CEST | Aktualisiert 02/04/2015 09:05 CEST

Russland will Krim notfalls mit Atomwaffen verteidigen

Getty

Als letztes Mittel ist Russland in der Konfrontation mit dem Westen offenbar auch gewillt, Atomwaffen einzusetzen. Konkret geht es um die Verteidigung der Krim, die Russland vor rund einem Jahr annektiert hat.

Diese Informationen stammen aus einem Gesprächsprotokoll, das während eines Treffens zwischen russischen Generälen und Vertretern der US-Regierung entstand. Heikel: Das Treffen fand in Deutschland statt. Und als wäre das nicht beunruhigend genug: Russland sieht in den baltischen Staaten eine ähnliche Situation wie in der Ukraine.

Moskau droht Nato

Soll heißen: Auch dort gibt es in einigen Regionen eine russische Bevölkerungsmehrheit, die Russland "befreien" will. Den Vertretern westlicher Regierungen sollten bei diesen Worten kalte Schauer den Rücken herunterlaufen.

Über das Protokoll hatte zuerst die britische Tageszeitung "The Times" berichtet.

Falls die Nato mehr Truppen nach Estland, Litauen und Lettland verlegen würde, könnte Moskau "mit einer Reihe von Maßnahmen reagieren - mit nuklearen oder auch nicht-militärischen", heißt es in dem Protokoll weiter.

Auch im Fall, dass der Westen die Ukraine weiter mit Waffen beliefert, "würden die Menschen Russlands eine kraftvolle Antwort verlangen."

Nato als "Co-Aggressor"

Weiter vermerkt das Protokoll, dass Russland "destabilisierende Maßnahmen" in den baltischen Staaten plant. Diese sollen aber noch schwerer auf Moskau zurückzuführen sein, als die Aktivitäten in der Ukraine. Russische Soldaten sollen demnach nicht eingesetzt werden.

Die russischsprachige Bevölkerung im Baltikum soll demnach an Russland herangeführt werden, ohne der Nato einen Vorwand zu geben,Truppen in die Länder zu entsenden.

Würde die Nato dies dennoch tun, würde das Verteidigungsbündnis zu einem "Co-Aggressor" gegen die russische Minderheit. Das würde die Situation deutlich verschärfen.

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