WIRTSCHAFT
01/04/2015 05:30 CEST | Aktualisiert 02/04/2015 11:05 CEST

Afri-Cola, Fritz-Kola, Premium Cola: 3 Beweise, dass das Coca-Cola-Imperium bröckelt

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Es gab Zeiten, in denen war Coca-Cola unangefochten auf dem Markt für Erfrischungsgetränke. Und noch immer sind die Geschäftszahlen des Konzerns imposant. Der Jahresumsatz liegt bei 47 Milliarden US-Dollar. Der Jahresgewinn bei knapp 7 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal 2014 lag er bei 770 Millionen Dollar. Von Zahlen in diesen Größenregionen träumen die meisten anderen Konkurrenten.

Allerdings: 770 Millionen US-Dollar sind nur die Hälfte dessen, was Coca-Cola noch im selben Zeitraum 2013 erwirtschaftet hat. Angesichts des drastischen Gewinneinbruchs hatte das Unternehmen zu Jahresbeginn angekündigt, weltweit 1800 Stellen zu streichen. Das ist etwa ein Prozent der gesamten Belegschaft.

Afri-Cola, Fritz-Kola, Mate Cola machen Coca-Cola das Leben schwer

Das Coca-Cola-Imperium beginnt zu bröckeln. Auch weil es kleine Konkurrenten gibt, die aufmucken. Marken wie Afri-Cola, Fritz-Kola, Mate Cola werden immer populärer. Weil sie innovativ sind. Weil sie anders sind. Hauptsache: anders als Coca Cola.

Alternative Cola-Getränke wirken auf viele junge Konsumenten authentischer und ausgefallener. „Der Konsument ist bereit, für ein besonderes Produkt auch mehr Geld zu zahlen,“ sagte Günter Birnbaum von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dem „Handelsblatt”.

Cola als Lifestyle-Produkt - ist das möglich? 

Wer alternative Cola kaufen möchte, muss tatsächlich tiefer in die Tasche greifen. Den Liter Coca-Cola gibt es bei Rewe schon ab 50 Cent. Fritz Kola wird ausschließlich in der 0,33 Flasche verkauft. Hochgerechnet kostet hier ein Liter mehr als 2 Euro. Viermal so viel also.

Und dennoch spricht aus Kundensicht einiges für die Cola kleiner Hersteller. Sie machen das Getränk zum Lifestyle Produkt. Sie werben mit dem Verzicht auf künstliche Aromen und Farbstoffe, nachhaltiger Herstellung und hochwertigen Inhaltsstoffen.

In einer Zeit, in der „Bio“ und Nachhaltigkeit cool sind, zieht das. Das hat inzwischen selbst Coca-Cola erkannt. In einigen Ländern gibt es daher seit einiger Zeit „Coca Cola Life“ zu kaufen. Mit weniger Zucker und weniger Kalorien.

Kunden stehen auf gesunde Cola

Flaschen und Dosen sind grün. Das soll für Gesundheit stehen. Mit diesem Image-Wandel verzeichnete Coca-Cola in den USA zumindest in der Testphase Erfolge. In einigen Läden ließen sich Kunden das Produkt sogar reservieren. Elizabeth Haynes vom Marktforschungsunternehmen „Haynes and Co.“ sagte in einem Interview mit USA Today:

„Ich habe in meiner Karriere tausende Interviews mit Ladenbesitzern gemacht und es ist wirklich ungewöhnlich, dass Kunden bei Geschäften anrufen, um ein Produkt zur Seite legen zu lassen.“


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