POLITIK
01/04/2015 04:40 CEST

Sturmgewehr: Von der Leyen will frühere Einsätze untersuchen

Sturmgewehr: Von der Leyen will frühere Einsätze untersuchen
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Sturmgewehr: Von der Leyen will frühere Einsätze untersuchen

Nachdem bekannt geworden war, dass das G36-Sturmgewehr technische Probleme haben soll, hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen angekündigt, frühere Einsätze untersuchen zu wollen.

"Ich werde eine Kommission damit beauftragen, mit dem neuen Wissen die Berichte über frühere Einsätze mit dieser Waffe noch einmal genau zu untersuchen. Wir werden dabei auch ehemalige Kommandeure befragen, ob ihnen aus heutiger Perspektive etwas berichtenswert erscheint», sagte von der Leyen der "Bild"-Zeitung.

Sturmgewehr: Schadensersatzforderungen des Herstellers?

Auf die Frage nach möglichen Schadenersatzforderungen an den Hersteller Heckler & Koch sagte die Ministerin: "Das lässt sich jetzt nicht sagen. Zunächst müssen wir den Abschlussbericht auswerten."

Nach jahrelangen Untersuchungen hatte die Bundeswehr massive Probleme bei der Treffsicherheit ihres Standardgewehrs G36 eingeräumt und erste Konsequenzen gezogen. In den Einsätzen etwa in Afghanistan und im westafrikanischen Mali soll das Sturmgewehr nur noch eingeschränkt genutzt werden. Der Waffenhersteller Heckler & Koch weist die Vorwürfe mangelnder Treffsicherheit zurück.

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