WIRTSCHAFT
01/04/2015 13:15 CEST | Aktualisiert 01/04/2015 13:25 CEST

Manger Ronny Cullinan von Royal Bank of Scotland gekündigt - wegen Instagram-Post

thinkstock

Ronny Cullinan hatte das, was man braucht, um beruflich erfolgreich zu sein. Einen hohen Posten, der ihm Macht bescherte. Und viel Geld. Doch Cullinan hat all das aufs Spiel gesetzt. Weil er ehrlich war. Zu ehrlich für seinen Arbeitgeber.

Cullinan war bis vor kurzem noch einer der bestbezahlten Banker der Royal Bank of Scotland. Er kassierte für 2014 5,5 Millionen Euro Boni. Doch dann wurde ihm eine Vorstandssitzung zum Verhängnis, indem er sein innerstes Seelenleben preisgab. Indem er das zum Ausdruck brachte, was er gemeinhin empfand, als er in solchen Konferenzen saß: Langeweile.

Cullinan machte ein Selfie von sich und schickte es via Snapchat an seine Tochter. Versehen mit einigen verhängnisvollen Kommentaren. Eine Kostprobe:

„Schon wieder so eine verdammte Sitzung“

„Langweilige Sitzung"

"Kein Fan von Vorstandssitzungen"

Drei Nachrichten, die in Cullinans Tochter etwas auslösten. Den Impuls, den sie hatte, das kann man mit Fug und Recht behaupten, hat ihrem Vater den Job gekostet.

Bridget Cullinan postete das Selfie ihres Vaters und die Kommentare bei Instagram.

Das Problem: Die britische Zeitung „The Sun” wurde auf den Post aufmerksam, veröffentlichte die Nachrichten.

Es ist so ziemlich das Letzte, was von Ronny Cullinan in seinem Job bei der RBS überliefert ist. Die Bank kündigte dem gelangweilten Manager. In einer Mitteilung hieß es, Cullinan werde das Haus zum Monatsende verlassen. Ein Grund für die Trennung wurde nicht genannt.

Allerdings ein Statement von Cullinan selbst. Er sei stolz, die Bank in den sechs Jahren unter seiner Mitverantwortung auf einen "sichereren und solideren Kurs" gebracht zu haben, wird der gekündigte Manager zitiert. Cullinan ließ zudem ausrichten, er wünsche all seinen Kollegen "fortgesetzten Erfolg".

Vielleicht ist Cullinan ein Beispiel dafür, dass eine Kündigung einen Manager auch glücklich machen kann. Wenn ihm bei der Arbeit doch so langweilig war...


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