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01/04/2015 02:54 CEST | Aktualisiert 01/04/2015 03:02 CEST

Ferguson: Deutsche Journalisten verklagen US-Polizei

Getty
Deutsche Journalisten verklagen US-Polizei

Mehr als ein halbes Jahr ist nach den schweren Unruhen in der US-amerikanischen Stadt Ferguson vergangen.

Nun haben drei deutsche Journalisten die örtliche Polizei wegen ihres Vorgehens während der Ausschreitungen verklagt. Lukas Hermsheimer von der "Bild"-Zeitung, Ansgar Graw von "Der Welt" und Frank Herrmann, Reporter für eine Reihe von Regionalzeitungen, waren im Zuge der Proteste festgenommen worden.

Ferguson: Schwere Unruhen

Dabei hätten die örtliche Polizei, der Bezirk St. Louis und 20 Polizisten das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verletzt und übermäßige Gewalt angewendet, heißt es in der Klageschrift. Hermsmeier und ein US-Journalist, der als Mitkläger auftritt, seien während der Proteste mit Gummischrot beschossen worden.

Die Proteste waren durch den Tod des unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown ausgelöst worden. Seitdem kam es in Ferguson immer wieder zu teils schweren Unruhen, zu denen auch Dutzende Journalisten anreisten.

Die Polizei sagte zur Begründung der Festnahmen, die Menschen hätten Aufforderungen, sich zurückzuziehen, nicht rechtzeitig befolgt. Mehrere deutsche Branchenverbände hatten das Vorgehen der Polizei danach kritisiert.

guwi/dpa.

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