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03/03/2015 10:34 CET | Aktualisiert 03/03/2015 11:18 CET

Kanye West: Seine irre Vorlesung an der Universität Oxford

Kanye West: Seine irre Vorlesung an der Universität Oxford.
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Kanye West: Seine irre Vorlesung an der Universität Oxford.

Die traditionsreiche Kaderschmiede der britischen Upper Class, die Universität Oxford, hatte gestern einen ganz besonderen Gastredner zu Gast. Kein Nobelpreisträger, keine Politikerin, kein Schriftsteller. Doch, oder vielleicht gerade deswegen, standen die Studierenden Schlange. Denn Kanye West war angekündigt.

Kanye West: Vorlesung an der Universität

Die "Oxford Guild Business Society" hatte den Auftritt des Hip Hoppers organisiert. Die Rede von Yeezus (So nennt West sich gerne selbst) im "Oxford University Museum of Natural History" war erst ganz kurzfristig angekündigt worden. Mehr als 5.000 Studierende bewarben sich für Tickets. Per Los wurden die Karten zugeteilt.

Gegen kurz nach 15 Uhr war es dann soweit. Nur einige Hundert Studierende durften in den Vorlesungssaal. Kameras sollten (eigentlich) nicht benutzt werden, aber die Studentenmagazine "Versa" und "The Tab" bloggten sehr amüsant live von dem Event: "15:11 Kanye tritt ein: Standing Ovations. Kanye ist unbeeindruckt."

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Hier die Top Themen von der Yeezus-Vorlesung:

Über seine Pflicht und Obama

"Ich verstehe mittlerweile, dass ich nur diene. Mit meiner Stimme und meiner Fähigkeit zu netzwerken. Ich kann Obama einfach so anrufen. Ach, und Obama hat übrigens meine direkte Durchwahl. Damit habe ich natürlich auch eine gewisse Verpflichtung zu dienen."

Über Spielzeug und das Glück

"Ich mag es, wenn meine Tochter mit Qualitäts-Spielzeug spielt. Spielzeug, das mit Liebe hergestellt wurde. Ein Künstler hat meiner Tochter drei (Spielzeug-)Wölfe vorbeigebracht. Ich habe sie noch nie glücklicher gesehen. Für diese Art des Glücks scheinen wir jeden Tag zu kämpfen, insbesondere in Amerika."

Über Gucci-Taschen und wahre Freude

"Die Werbung verkauft uns eine Idee von Freude. Aber diese Freude hat nichts mit Familie, mit Freunden, mit unserer wertvollen Zeit auf diesem Planeten zu tun. Es wird uns als Gucci-Tasche verkauft. Dabei ist Zeit der einzige Luxus. Es ist das einzige, was wir nicht zurückbekommen können."

Über die Welt und seine neue Idee für den Friedensnobelpreis

"Stellt Euch mal eine Welt vor, in der es keinen Krieg gibt. Eine Welt, in der jeder dem anderen helfen möchte. Ich habe heute schon mit einem Journalisten Witze gemacht: Man sollte aus der Friedensnobelpreis-Verleihung eine Awards-Show machen!"

Über sein Ego

"Mein Ego war immer eines meiner größten Probleme. Aber wenn ich, Kanye West, mein Ego überwinden kann, dann gibt es auch Hoffnung für den Rest der Welt."

Über teure Klamotten und wer es sich leisten können sollte

"Es sollte keine Pullover für 5.000 Dollar geben. Wisst Ihr, was 5.000 Dollar kosten sollte? Ein Auto. Ich glaube, ich trage ein Shirt für 2.000 Dollar. Aber ich habe es umsonst bekommen. Also egal."

[...] Ich war 14 Jahre alt und Mittelklasse. Ich weiß wie es ist, wenn man sich nicht alles erlauben kann. Leute sagen immer zu mir: "Warum stellst Du Dich so an? Du kannst Dir doch alles leisten!" Aber ich frage mich, was ist an einer Sache gut, wenn sie nicht jeder haben kann?"

Über Kunst

"Ich war auf einer Kunstschule. Mein Ziel war es, wenn ich Kunst mache, werde ich Picasso. Oder noch größer."

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