LIFESTYLE
03/03/2015 07:14 CET | Aktualisiert 03/03/2015 07:17 CET

Irgendetwas mit dieser Frau stimmt nicht - die Wahrheit ist ziemlich gruselig

YouTube
An dieser Frau ist nichts echt!

Manchen Menschen reicht es, nach Feierabend einen Yoga-Kurs zu besuchen, andere wiederum haben ein ausgefalleneres Hobby.

Eine neue Subkultur aus den USA erregt besonders in der Onlinewelt viel Aufmerksamkeit: „Female Maskers“. Auf den ersten Blick sieht es aus, als wären Sexpuppen auf einmal lebendig geworden, um sich unbemerkt unter die Menschheit zu mischen.

In Wahrheit aber handelt es sich bei den „Maskers“ oder auch „Rubber Dolls“ um erwachsene Männer, die sich in Silikonanzüge mit weiblichen Formen zwängen.

Warum tun Männer das?

„Female Masking“ hat jedenfalls nichts mit Transsexualität zu tun. Die Anhänger der Subkultur fühlen sich nicht im falschen Körper geboren. Aber sie haben Spaß daran, mir der eigenen Geschlechterrolle zu spielen und schaffen sich ein weibliches Alter-Ego. Die BBC-Dokumentation "Secrets Of The Living Dolls" widmete sich Ende letzten Jahres ausführlich dem Phänomen:

Die Beweggründe sind vollkommen unterschiedlich. Verkleidungsprofi Dominique genießt es, Abwechslung von ihrer eigenen Identität zu bekommen: „Wenn ich irgendwo hingehe, sehen alle einen massigen, schwarzen Mann. Und denken automatisch ‚Er will mich ausrauben’. Wenn ich hingegen als Frau auftrete, denken alle: ‚Oh, sie ist wirklich sexy. Sie ist wirklich süß und kurvig’", erzählt er in einem Interview mit dem Daily Mirror.

„Ich habe bemerkt, dass ich als Frau komplett anders behandelt werde.“ Andere Masker hingegen nutzten ihre Verkleidung, um für kurze Zeit aus dem langweiligen Alltagstrott auszubrechen. Sie genießen die Aufmerksamkeit, die ihnen als Frau geschenkt wird. Und für wieder andere Männer ist der Silikonanzug ein Fetischobjekt, dem klar eine sexuelle Komponente innewohnt.

female masking rubber dolls

"Masking" ist ein teures Hobby

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Maskers um heterosexuelle Familienväter, die abgesehen von ihrem „Hobby“ im Alltag komplett unauffällig auftreten. Um ihre „andere Seite“ so realitätsgetreu auszuleben wie möglich, sind sie allerdings bereit, viel Geld und Zeit aufzuwenden.

Rund 600 Dollar kostet das Modell „Jessica“ mit Maske und Torso auf der Website maskon.com, im Onlineshop femskin.com gibt es Ganzkörper-Silikonanzüge für 850 Dollar zu kaufen.

Nicht immer stoßen Masker auf Verständnis. Zwar wirken die Silikonanzüge aus der Ferne täuschend echt, bei genauerem Hinsehen ist aber klar erkennbar, dass es sich bei der attraktiven Blondine weiter vorne in der Supermarktschlange nicht um eine Frau handelt. Pöbeleien auf offener Straße sind deshalb ein Preis, den die Masker für ihr ungewöhnliches Freizeitvergnügen bezahlen. Und auch die Ehefrauen stehen nicht immer hinter dem Hobby ihrer Männer.

"Masking" gewinnt immer mehr Fans

Doch im Internet hat sich mittlerweile eine Community gebildet, in der die Verkleidungsfans auf Gleichgesinnte treffen können. Einmal im Jahr finden sich außerdem hunderte Masker und ihre Fans im amerikanischen Bloomington zum "Rubber Doll World Rendezvous" zusammen. Dort werden eigene Schönheitswettbewerbe und Diskussionsforen abgehalten.

Female Masking bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Amerikanische Talkshows widmen sich bereits seit längerem dem Thema, Starfotograf Steven Meisel inszenierte die Subkultur in einem Shooting für die italienische Vogue. Es kann also nicht mehr lange dauern, bis das Thema auch in Deutschland präsenter wird.

Hier geht es zurück zur Startseite

Video: 48 Jahre, unretouchiert: Ohne Photoshop: So sieht Topmodel Cindy Crawford wirklich in Unterwäsche aus